März 16

Das Klopapier-Phänomen – Corona, die Angst und ihr Gegenspieler

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Das Klopapier Phänomen - Corona, die Angst und ihr Gegenspieler


Woher kommt diese Angst, dass die Supermärkte vielleicht doch nicht genügend Klopapier haben werden?

Nun, ich denke, dass es da einen Zusammenhang mit vielen Ereignissen aus der Vergangenheit gibt.

Politiker versprechen seit Jahrzehnten VOR der Wahl etwas, was sie dann NACH der Wahl ganz sicher nicht einhalten. 

Das Volk vergisst anscheinend doch nicht. Wenn nun die Politik sagt, dieses und jenes werde ganz sicher so sein, dann ist klar, dass wir ihr ganz tief in unserem Unbewussten nicht glauben. Die Politik hat die Macht, die Ausgangssperre auszurufen, also kann sie noch viel mehr bewirken.

Ich habe bewusst das Wort "glauben" verwendet. "Ich glaub dir nichts mehr...", sagen wir zu jenen Menschen, die uns zu oft angelogen haben. Doch der Glaube ist es nicht, der die Angst minimiert.

Wie kann die Angst in den kommenden Tagen und Wochen minimiert werden?

Manche fühlen sich massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und projizieren Schuld auf ein falsches Verhalten seitens der Regierung. Die meisten Menschen zeigen jedoch Verständnis und loben die rasche Handlungsweise.

Die Maßnahmen kommen viel zu spät, sagen die einen. Die Regierung agiert vorbildhaft, sagen die anderen. Ich denke, dass sich viele gestern Sonntag im Nationalrat noch nicht bewusst gewesen sind, was da gerade wirklich passiert, sonst würden sie nicht so leichtfertig vor der Nationalratssitzung dicht aneinander stehend miteinander diskutieren. 

Als die Sitzung dann begann, wurde eine Verteilung der sitzenden Abgeordneten mit je zwei freien Plätzen dazwischen gezeigt. Wussten sie nicht, dass die Sitzung von Anfang an live übertragen wird?

Vorbildliches Verhalten minimiert die Angst ebenso wenig, wie der Glaube.

Ein User in einem Forum schreibt: "Sie predigen, wie wir uns zu verhalten haben, leben es aber selbst nicht. Ich möchte nicht wissen, wieviele sich bei dieser Sitzung angesteckt haben." 

Doch um was geht es eigentlich?

Treffen Sie selbst für sich eine Entscheidung, wie Sie mit der Corona-Sache umgehen möchten. Es ist alles relativ. Wie Sie zwischen zwei Verhalten am wirkungsvollsten entscheiden können, zeige ich Ihnen in diesem Video, das eines von fünf aus meiner fünfteiligen Stressreduktionsserie ist. 

Die anderen Teile finden Sie gratis hier: https://freiraeumen.com/

Gehen wir einen kurzen Schritt in die Vergangenheit.

Unsere Eltern und Großeltern kannten noch den Hunger. Einige erzählen noch von den Zeiten in den Luftschutzkellern. Meine Mutter wird heuer 81 und fürchtet sich nicht vor der bevorstehenden Zeit, weil sich Corona einfach nicht so dramatisch für sie anfühlt, wie die Jahre nach dem Krieg.

Unsereins kennt das nur mehr aus den Erzählungen und bekommt jetzt einen Abklatsch davon, wie es den Generationen vor uns und vielen Menschen in der Welt, die nicht in diesem Luxus leben ergangen ist, bzw. ergeht. Können wir mit echten Krisen überhaupt noch umgehen?

Wie groß der Argwohn gegenüber den Aussagen der Regierung ist, haben wir am Freitag in den Supermärkten gesehen. Hamsterkäufe und bis zu einer Stunde Wartezeit bei der Kassa, obwohl es gar keinen Anlass dafür gab. Jene, die tagsüber arbeiteten, fanden kurz vor Kassaschluss leere Regale vor und konnten sich weder frisches Gemüse, Eier oder Nudeln kaufen, weil alles weg war.

Seit Jahrzehnten gibt es Katastrophenfilme, in denen die Angst vor einer Flutwelle, vor Atomunfällen oder Meteoriten eine Schlüsselrolle spielt. Die Hauptdarsteller entkommen dem Inferno mitsamt ihrer Familie immer gerade noch im letzten Moment. Tom Cruise und Co. lassen grüßen.

Viele von uns lieben diesen Kitzel, die feuchten Hände und die innere Aufgewühltheit und sagen am Ende des Filmes, wie gut er gemacht war und gehen dann noch auf einen Kaffee oder ein Bier. 

Nun steht uns weltweit so ein Kitzel bevor und viele von uns, die solche Kinofilme lieben, werfen jetzt schon die Nerven weg, bevor es überhaupt noch angefangen hat. 

Wenn die Anzahl der Infizierten so weitergeht, dann sind es in wenigen Wochen mehrere 100.000 Menschen in Österreich, die sich mit dem Virus anstecken werden. Außer es halten sich alle an das strikte Gebot, zu Hause zu bleiben.

Das wird aber nicht leicht und vor allem nicht reichen. Denn zu Hause, sagen die Experten, werde die Gewalt zunehmen. Männer werden ihre Frauen vermehrt schlagen. Und Frauen werden ihre Männer vermehrt emotional fordern: Weil sie es beide nicht gewohnt sind, so viel Zeit miteinander zu verbringen. 

Die Angst macht die Menschen nervös, grantig und dünnhäutig.

Es braucht noch eine Unterstützung im Umgang mit den eigenen Emotionen. Also werde ich mehrmals in der Woche ein Video zu den Emotionen und ihrem Umgang starten. Mehr davon, demnächst.

Und nun zur Auflösung

Die Angst hat einen mächtigen Gegenspieler und der heißt Vertrauen. Unser Gehirn ist ständig darauf eingestellt, einen möglichst neutralen Zustand zu erreichen, der möglichst wenig Energie verbraucht. Es bedeutet eine massive Kraftverschwendung, ständig Angst zu haben. 

Dem gilt es, entgegenzuwirken. 

Anfangs wird die neue Situation bei vielen Menschen Unbehagen auslösen und es wird dauern, bis es alle realisiert haben, in welcher Situation sie sich wirklich befinden. 

Akzeptanz ist eine Vorstufe von Vertrauen. Es geht darum, darauf zu vertrauen, dass wir alle zusammenhalten und wir aus dem Erlebten etwas Entscheidendes lernen. 

Wenn Vertrauen da ist, dann braucht es keine Hamsterkäufe. 

Schauen wir nach Italien und sehen die eingesperrten Menschen in der Lombardei und das fehlende Vertrauen. Die Sperre der gesamten Region letzte Woche wurde von einem Politiker in Rom mitten in der Nacht ausgerufen. Er informierte nicht einmal die Gemeindepolitiker der Region. Viele Bürgermeister standen in der Früh vor vollendeten Tatsachen. 

Davor fürchten sich die Menschen: Willkür, Chaos und Einschränkungen.

Wenn die Quarantänemaßnahmen auch zu uns kommen, ...

Hoppla. Diesen Satz schrieb ich am Freitag. Der ist heute Montag nicht mehr gültig. Damals hieß es auch noch, dass die Lokale ab 15:00 schließen. Gestern hieß es, dass das nur für heute Montag gilt und ab Dienstag alle Lokale komplett schließen werden. 

Das wird es noch häufiger geben. Plötzliche und unerwartete Wendungen. Zeigen wir uns flexibel und bleiben gelassen. Durch Solidarität mit den Alten unter uns und dem Vertrauen, dass wir diese Zeit gemeinsam souverän lösen werden, wünsche ich allen Menschen da draußen, also drinnen in den Wohnräumen, alles erdenklich Gute, viel Gelassenheit, und Wohlwollen.


Ich melde mich demnächst auf meinem Videokanal. 

Ich biete ab sofort einmal am Tag ein gratis Skype/WhatApp-Coaching für 30min für eine Person einmalig an und stelle meine Expertise als Mentalcoach und meine eigenen Erfahrungen aus der unfreiwilligen und monatelangen Zeit des Nichtstuns nach meinem Augenunfall zur Verfügung. Einfach ein Mail an abundzu@freiraeumen.com mit dem Kennwort 

Was tun in der Corontäne?


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