Apr 05

Es braucht immunisierte Menschen. Aber nicht gegen das Virus.

By Robert Pap | Blog

Es braucht immunisierte Menschen. Aber nicht gegen das Virus.

Es ist 5:40. Während ich die freigeräumten Gedanken schreibe, habe ich schon einiges mit unserer Tochter erlebt. Sie ist seit 4:40 wach, hat in der zweiten Nachhälfte sehr schlecht geschlafen und holt das jetzt in der Trage nach.

Ich höre den Song I have dreamed,  vom Christian-McBride-Trio, denke kurz nach, was ich heute geträumt habe und erhalte einen Moment des Abstands zu unser derzeitigen Situation rund um Corona.

Und da ist auch schon das Schlüsselwort dazu:

Strategische Vision

Gestern erlaubte ich mir, drei Stunden lang eine Strategie für meine Arbeit zu entwerfen und staunte nicht schlecht, wieviel Arbeit ich mir schon wieder aufhalse. Ich hatte auch Zeit, mir ein Webinar eines ehemaligen Spitzensportlers anzusehen, der meinte, es sei so wichtig in diesen Zeiten, konkrete Ziele zu haben, denn sie seien der Treibstoff des Erfolgs. Am besten gleich 50 Ziele formulieren. Auch wenn man dann nur zwei davon erreicht, so hat man.....


Ja was eigentlich? Was hat man dann? Treibstoff, um ja nicht stehen bleiben zu müssen. Spitzensport eben. Ja nicht stehenbleiben. Doch gerade jetzt ist die Zeit, um innezuhalten und zu lauschen.

Strategische Visionen sind Grundsatzfragen, die rein gar nichts mit Zielen zu tun haben. Visionen entschleunigen, Ziele setzen beschleunigen. 

Ich fühlte mich also gar nicht angesprochen, weil ich eine ganz andere Sichtweise zu Zielen habe. 


"Aber wenn du keine Ziele hast, kannst du doch nicht erfolgreich sein?"

Das ist eines der großen Missverständnisse in der jetzigen Zeit und wird durch die Krise ganz deutlich sichtbar. Ziele setzen versetzt uns in einen ständigen Zustand des Mangels, denn ab dem Zeitpunkt der Zielsetzung bis zur terminierten Ziellinie hat unser Körpersystem Stress.


Jetzt kommt bei Ihnen vielleicht ein Gedanke auf, dass es besser wäre, sich im Hier und Jetzt einzufinden, um daraus sein Glück zu schmieden. Doch auch über diesen Unsinn habe ich bereits geschrieben. 


Unser ganze Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten danach ausgerichtet, sich etwas zu gönnen, Dinge zu kaufen. Dafür haben wir gearbeitet, um uns für einen kurzen Augenblick glücklich zu fühlen.

Wenn dieses Gefühl nachgelassen hat, haben wir wieder etwas gekauft. Konnten wir es uns nicht leisten, arbeiteten wir weiter und sparten so lange, bis wir es uns kaufen konnten.

Doch im Moment steht das bekannte System Kopf und viele Menschen können es gar nicht erwarten, wieder in den gewohnten "Normalzustand" zu kommen. Doch der wird nicht so schnell kommen. 


Diese Epoche des "Sich-etwas-gönnen" wird nun durch eine neue Ära abgelöst: 

"Wer will ich sein?" 

Das Leben hat eine Notbremsung ausgelöst und Sie bekommen die Chance, nach innen zu gehen, um zu überlegen, was für Sie im Leben wichtig ist.


Um diese Frage zu beantworten, braucht es unter normalen Umständen eine Bereitschaft, sich auf eine Reise der Selbstfindung einzulassen. Doch die meisten Menschen haben sich in der Vergangenheit abgelenkt; mit Serien schauen, Konsum oder Alkohol. Und viele tun das aus Gewohnheit noch immer so.

Die Zeit, die wir gerade erleben ist etwas Besonderes. In ihr wohnt der Funke einer ganz neuen Gesellschaftsform.

Nur wer wird diese neue Gesellschaft formen? 

Dazu braucht es Menschen, die die Fähigkeit haben, aus einem kollektiven Verhalten aussteigen zu können. Konkret braucht es Menschen, die gegen die aufkommende Panik, Unmut und Sorge immun sind.

Menschen, die die Fähigkeit haben, in sich hinein zu hören und unterscheiden können, welche Informationen hilfreich sind und welche nicht.

Menschen, die nicht mit der Herde mitlaufen, sondern die Chance in dieser Krise sehen und trotz aller Umstände durchstarten wollen.

Menschen, die verstanden haben, dass die Veränderung bei einem selbst startet und die die Schuld niemals bei anderen Menschen suchen.

Fühlen Sie sich angesprochen? Gibt es da noch etwas zu tun? Dann melden Sie sich bei mir.

Vielleicht sind Sie jemand, der aus der Krise etwas machen will und eine step-by-step Anleitung braucht, um aus dem eigenen Gedanken-Wirr-Warr möglichst rasch herauszukommen.

Vielleicht sind Sie auch jemand, der diese neue Gesellschaft mitgestalten will, Sie aber noch nicht genau wissen, wie Sie das anstellen sollen. 


Ich freue mich jedenfalls auf Ihr Schreiben.


Robert Pap

abundzu@freiraeumen.com




Mrz 29

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Teilung der Gesellschaft kommt?

By Robert Pap | Blog

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Teilung der Gesellschaft kommt?

Nein, ich meine nicht die Teilung in sozialdenkende und asoziale Menschen. Diese freigeräumten Gedanken teilen sich heute in eine düstere Zukunftsprognose und einer realen Chance, die für viele von uns das Leben komplett verändern wird.


Vielen von uns ist glaube ich noch nicht ganz klar, dass wir gerade Geschichte schreiben. Die meisten befinden sich zwar nicht Gefahr, aber noch viel mehr realisieren nicht, was auf uns zukommen wird. Dreimal täglich werden in den Medien die Zahlen der Erkrankten und Verstorbenen mitgeteilt. Angst breitet sich erst einmal aus.


Die Situation ist weder vergleichbar mit dem sauren Regen, der in den 90er Jahren den Wald sterben ließ, noch mit Tschernobyl.


Es fühlt sich gerade wie jene spannenden guten Filme an, bei denen es bis zum Schluss nicht klar ist, wie sie ausgehen werden. Und sind wir uns ehrlich: Du kennst das Gefühl, wenn du im zweiten Drittel des Films plötzlich weißt, wie es ausgehen wird. Wie langweilig. 

Wenn aber das Ende bis zum Schluß offen bleibt und dann ganz was unerwartetes kommt, dann gehen diese Filme in die Geschichte ein. Games mit Michael Douglas ist so ein Film für mich. 

Aber diese Angst ist real. Und sie ist berechtigt. Einerseits gibt es in Österreich genügend Menschen, die von Armut durch die Ausgangsbeschränkungen betroffen sind, andererseits haben auch jene Angst, die Vermögen haben. Sie befürchten, dass sie ihr Haus verlieren oder das Ersparte entwertet wird.

Und dann gibt es noch jene, die reale Angst um die Familie und um die eigene Gesundheit haben, weil sie der Zielgruppe des Virus entsprechen.


Aber das ist alles noch nichts, was die Folgen dieser Krise mit jenen macht, die unflexibel, starr im Denken oder verwöhnt sind. Kaum jemand in unserer Gesellschaft hat so eine globale Krise real erlebt. Wir kennen keine Krise mehr. 


Die Krise wird von einer gesundheitsbedrohenden Krise in eine Existenzkrise nahtlos übergehen.


Die Auswirkungen werden geschichtsträchtig sein. Was wir jetzt erleben werden wir in 10 Jahren noch unseren Kindern und Enkeln erzählen. Es wird 100 Verfilmungen über Corona geben und rückblickend sind wir es gerade, die Geschichte schreiben.  


Wir in Österreich und Mitteleuropa sind relativ gut dran, weil sich der Staat in der Vergangenheit ein vergleichbar stabiles Gesundheitssystem aufgebaut hat, das gut funktioniert. Wir ÖsterreicherInnen halten uns auch mehr oder weniger strikt an die Ausgangsbeschränkungen.


Doch die amerikanische Gesellschaft wurde noch nie von außen in eine derartige Krise gebracht. Das letzte und erste Mal war 9/11 so ein Fall, doch der war temporär und lokal begrenzt.

Das Gesundheitssystem soll angeblich noch eine Woche halten und es werden 100.000e Tote prognostiziert. Viele sterben an den Kollateralschäden, weil zu wenig Kapazitäten vorhanden sind.

Menschen reagieren in den USA auch viel hysterischer und radikaler, wenn ihre Grundrechte eingeschränkt werden. Angeblich verbreitetet sich das Virus auch deswegen schneller als in Europa. Trump erklärt heute Abend, warum er den HotSpot NYC nicht abriegelt. New Orleans wird der zweite Hotspot, weil dort im Februar noch Mardi Gras gefeiert wurde.


"Der Staat hat mir nichts zu verbieten!" 

ist die Grundhaltung vieler Amerikaner. In New York sind sie bekanntlich gegen Verordnungen besonders resistent. Es ist eine Nation von Individualisten und es gibt keinen klaren Kurs.


Da passiert in den USA gerade etwas, was wir uns noch gar nicht richtig vorstellen können. Und das kann real eine große Gefahr werden und weitere Angst auslösen, wenn es zu Aufständen kommt.

In den Spitälern sind jetzt schon chaotische Zustände und das, obwohl der Höhepunkt der Epidemie in NYC erst in zwei Wochen erwartet wird. 

Experten rechnen jetzt schon mit einem 50% igen Zusammenbruch der US-amerikanischen Wirtschaft.

Die Krise wird wie ein Bumerang wirtschaftlich wie gesundheitlich wieder zurückkommen. 

In den Büchern wird diese Zeit mit der Schlagzeile eingehen:


"Es war der größte Crash der Geschichte."



So und nun genug der negativen Aussichten. Mir wird beim Schreiben schon ganz mulmig. 

Nachdem ich auch nicht weiß, wie es ausgehen wird, habe ich beschlossen in einem spannenden Film zu sein und mich nicht zu fürchten. 

Jede Krise hat ja bekanntlich auch ihre guten Seiten. Das chinesische Schriftzeichen für Krise ist aus zwei Symbolen zusammengesetzt. Gefahr und Chance.


Ich denke, dass das die Teilung sein wird, von der ich Anfangs geschrieben habe.

Und wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit ein?

Manche von uns werden vor Angst zittern und handlungsunfähig werden. Die anderen werden die Krise als Chance sehen und etwas daraus machen. 

Nach der Pandemie geht es sicher weiter. Wir wissen nur noch nicht wann und wie. Es wird Geduld und mentale Kraft brauchen.


Die Forschung wird wahrscheinlich vermehrt Richtung Nachhaltigkeit gehen und erneuerbare Technologien forcieren. Dafür wird es auch mehr öffentliche Gelder geben, sofern sich die Wirtschaft wieder erholt. Andere Stimmen sagen sogar,

dass es am Ende der Krise eine segensreiche Zeit für unsere Gesellschaft geben wird. 

Wir werden sehen.

Wahrscheinlich werden sich neue Erfindungen durchsetzen. Das war in Krisenzeiten schon immer so. Menschen sind sehr anpassungsfähig und kreativ in Zeiten der Gefahr.


Als 1665/66 in London die Pest wütete, mussten die Universitäten schließen. Auch Cambridge war geschlossen und es wurde ein ganzes Jahr Quarantäne verordnet. Isaac Newton, der an der Universität in Cambridge unterrichtete, musste von seinem Landsitz aus arbeiten und hatte mehr Zeit als sonst. Ohne der Pest hätte er nicht die Grundlagen der modernen Mathematik erforschen können, weil schlicht die Zeit fehlte.


Jetzt kommen wir zu dir. Wie nutzt du die Zeit?

Verbringst du viel Zeit mit Serien und ziehst dir eine Staffel nach der anderen rein? Schaust du dreimal täglich Nachrichten und schreibst in Foren und Live Tickern?


Oder nutzt du diese Zeit, um darüber nachzudenken wo du im Leben hin willst? 

Vielleicht denkst du auch: Was mache ich jetzt, während und nach dieser Krise? 


Nutze dieses Zeitgeschenk und richte dich neu aus. Denke über Werte nach und frage dich, was wichtig ist in deinem Leben.


Ich denke darüber nach, ein vierwöchiges Mastermind zu starten, in dem ich dir zeige, mit welchen Techniken du diese Krise meistern und gleichzeitig der Fels in der Brandung für andere Menschen werden kannst. Du lernst mit deinen Gefühlen umzugehen und wirst mental stärker. Am Ende der vier Wochen hast du eine Menge Werkzeuge, die es dir ermöglichen - sowohl im Beruf als auch privat - in jeder Situation handlungsfähig und gelassen zu bleiben.


Schreib mir, was dich konkret bewegt und welche Unterstützung du in diesen vier Wochen gut brauchen könntest. 


Alles Gute


Robert Pap



Mrz 24

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

By Robert Pap | Blog

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.



Dieses Zitat von Blaise Pascal, einem französische Mathematiker, Physiker und Philosophen, der von 1623 bis 1662 relativ kurz lebte, bringt es auf den Punkt.

Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war. Das schreibt auch Matthias Horx, den wir für unser https://twogether.wien Projekt gewinnen konnten in seinem neuen  Blog. Unser Event, bei dem es um ein neues Miteinander zwischen Mann und Frau geht, bekommt eine Aktualität sondergleichen.

Noch nie werden Männer und Frauen so lange zusammen sein, wie in den nächsten Wochen und vielleicht sogar Monaten. 

Und Corona hat auch etwas Positives:
Im ersten Bezirk riecht es nach Heu aus der spanischen Hofreitschule und eine ungewöhnliche, ja fast irrationale Unbeschwertheit breitet sich unter den Menschen aus. Solidarität und Hilfsbereitschaft, viele Väter mit ihren Kindern, die auf dem Gehsteig mit Kreide malen oder dick vermummt mit den Kids Scooter fahren. Ich sehe viele glückliche Kinderaugen.

Die seriöse Berichterstattung, die sich auf die Fakten beruft, erlebt gerade eine ungewöhnliche Renaissance. Der ORF hat Einschaltquoten wie schon lange nicht. Die privaten Sender und all jene Gruppierungen, die versucht haben uns gegenseitig aufzuhetzen, werden viel weniger beachtet.

Die Steuererklärung, die Akquisestrategien für den Herbst oder die hektischen Vorbereitungen für ein Event: Es ist im Moment nicht so wichtig. Alle sind wir zu Hause, machen Homeoffice und haben für die wesentlichen Dinge im Leben mehr Zeit. Vielen ist aber auch langweilig, wie meiner Frau zum Beispiel. 

Der Mensch, so wie er gedacht war, scheint sich näher zu kommen. All die fiktiven Ängste, die von vielen von uns bereitwillig und ohne grundsätzlich zu hinterfragen, von den Medien seit Jahrzehnten konsumiert wurden, lösen sich in Luft auf.

Was interessiert mich ein Brand einer Lagerhalle irgendwo in Österreich, bei dem Sachschaden entstanden ist.

Jetzt gibt es nur mehr ein Thema - eine reale Angst macht sich plötzlich breit und wir lesen in den Medien, dass JEDE und JEDER betroffen sein kann.

Und interessanterweise funktionieren wir mit dieser realen Angst wieder besser.


Ganz nebenbei hat sich mithilfe von Corona Greta Thurnberg durchgesetzt - radikaler geht es gar nicht. Der gesamte Flugverkehr kommt zum Erliegen und die Atmosphäre erholt sich. Genial.

Noch etwas passiert mit vielen Menschen. Die, die es einzeln schon erlebt haben, können das vielleicht bestätigen:

Einige unter uns hatten in der Vergangenheit bereits mit Schicksalsschlägen zu tun und erlebten danach ihr Leben ganz anders. Auf einmal ist da eine gewisse Präsenz. Sie spüren eine unfassbar tiefe Ruhe in sich. 

Auf der Kopfebene ist es total unverständlich, doch ich denke, dass wir in solchen Momenten - zum Beispiel nach einem Autounfall - mit dem Urvertrauen verbunden sind. Kennen Sie dieses Gefühl? Es passiert etwas Schreckliches mit Ihnen und doch sind sie ganz bei sich.

Jetzt ist es aber so, dass vor der gesamten Menschheit der Sensenmann steht und deutlich macht, dass das Leben endlich ist. Gewusst haben wir das alle - intellektuell vielleicht sogar einmal durchgedacht - doch jetzt bekommt es jeder und jede auch zu spüren. Egal wie alt wir sind und welche Stellung wir in der Gesellschaft haben. Es ist ein kollektiver Schicksalsschlag.

Das, was uns früher wichtig erschien, scheint uns nun nichtig und klein. Ich höre gerade Reinhard Mey "Über den Wolken" und fühle mich manchmal, als wäre ich in den 70ern.

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich glaube, dass es danach gleich weiter gehen wird. Und ich meine ganz klar  - ähnlich wie Matthias Horx - nein. Denn immer, wenn ein globales Ereignis stattfindet, zeigt die Geschichte, dass die Menschen nicht mehr bereit sind, nach den alten Mustern zu leben.

Das war in Europa nach dem 30-jährigen Krieg so und verhielt sich nach dem Nationalsozialismus genauso. Nach einer großen Krise kam es immer zu einer entscheidenden Veränderung. 


Wenn Sie diese Veränderung mit sich ganz bewusst erleben möchten, dann kann ich Sie dabei gerne begleiten.

Gerade jetzt. Online per Skype. Einfach ein Mail an abundzu@freiraeumen.com. Ich freue mich auf Sie.

Mrz 16

Das Klopapier-Phänomen – Corona, die Angst und ihr Gegenspieler

By Robert Pap | Blog

Das Klopapier Phänomen - Corona, die Angst und ihr Gegenspieler


Woher kommt diese Angst, dass die Supermärkte vielleicht doch nicht genügend Klopapier haben werden?

Nun, ich denke, dass es da einen Zusammenhang mit vielen Ereignissen aus der Vergangenheit gibt.

Politiker versprechen seit Jahrzehnten VOR der Wahl etwas, was sie dann NACH der Wahl ganz sicher nicht einhalten. 

Das Volk vergisst anscheinend doch nicht. Wenn nun die Politik sagt, dieses und jenes werde ganz sicher so sein, dann ist klar, dass wir ihr ganz tief in unserem Unbewussten nicht glauben. Die Politik hat die Macht, die Ausgangssperre auszurufen, also kann sie noch viel mehr bewirken.

Ich habe bewusst das Wort "glauben" verwendet. "Ich glaub dir nichts mehr...", sagen wir zu jenen Menschen, die uns zu oft angelogen haben. Doch der Glaube ist es nicht, der die Angst minimiert.

Wie kann die Angst in den kommenden Tagen und Wochen minimiert werden?

Manche fühlen sich massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und projizieren Schuld auf ein falsches Verhalten seitens der Regierung. Die meisten Menschen zeigen jedoch Verständnis und loben die rasche Handlungsweise.

Die Maßnahmen kommen viel zu spät, sagen die einen. Die Regierung agiert vorbildhaft, sagen die anderen. Ich denke, dass sich viele gestern Sonntag im Nationalrat noch nicht bewusst gewesen sind, was da gerade wirklich passiert, sonst würden sie nicht so leichtfertig vor der Nationalratssitzung dicht aneinander stehend miteinander diskutieren. 

Als die Sitzung dann begann, wurde eine Verteilung der sitzenden Abgeordneten mit je zwei freien Plätzen dazwischen gezeigt. Wussten sie nicht, dass die Sitzung von Anfang an live übertragen wird?

Vorbildliches Verhalten minimiert die Angst ebenso wenig, wie der Glaube.

Ein User in einem Forum schreibt: "Sie predigen, wie wir uns zu verhalten haben, leben es aber selbst nicht. Ich möchte nicht wissen, wieviele sich bei dieser Sitzung angesteckt haben." 

Doch um was geht es eigentlich?

Treffen Sie selbst für sich eine Entscheidung, wie Sie mit der Corona-Sache umgehen möchten. Es ist alles relativ. Wie Sie zwischen zwei Verhalten am wirkungsvollsten entscheiden können, zeige ich Ihnen in diesem Video, das eines von fünf aus meiner fünfteiligen Stressreduktionsserie ist. 

Die anderen Teile finden Sie gratis hier: https://freiraeumen.com/

Gehen wir einen kurzen Schritt in die Vergangenheit.

Unsere Eltern und Großeltern kannten noch den Hunger. Einige erzählen noch von den Zeiten in den Luftschutzkellern. Meine Mutter wird heuer 81 und fürchtet sich nicht vor der bevorstehenden Zeit, weil sich Corona einfach nicht so dramatisch für sie anfühlt, wie die Jahre nach dem Krieg.

Unsereins kennt das nur mehr aus den Erzählungen und bekommt jetzt einen Abklatsch davon, wie es den Generationen vor uns und vielen Menschen in der Welt, die nicht in diesem Luxus leben ergangen ist, bzw. ergeht. Können wir mit echten Krisen überhaupt noch umgehen?

Wie groß der Argwohn gegenüber den Aussagen der Regierung ist, haben wir am Freitag in den Supermärkten gesehen. Hamsterkäufe und bis zu einer Stunde Wartezeit bei der Kassa, obwohl es gar keinen Anlass dafür gab. Jene, die tagsüber arbeiteten, fanden kurz vor Kassaschluss leere Regale vor und konnten sich weder frisches Gemüse, Eier oder Nudeln kaufen, weil alles weg war.

Seit Jahrzehnten gibt es Katastrophenfilme, in denen die Angst vor einer Flutwelle, vor Atomunfällen oder Meteoriten eine Schlüsselrolle spielt. Die Hauptdarsteller entkommen dem Inferno mitsamt ihrer Familie immer gerade noch im letzten Moment. Tom Cruise und Co. lassen grüßen.

Viele von uns lieben diesen Kitzel, die feuchten Hände und die innere Aufgewühltheit und sagen am Ende des Filmes, wie gut er gemacht war und gehen dann noch auf einen Kaffee oder ein Bier. 

Nun steht uns weltweit so ein Kitzel bevor und viele von uns, die solche Kinofilme lieben, werfen jetzt schon die Nerven weg, bevor es überhaupt noch angefangen hat. 

Wenn die Anzahl der Infizierten so weitergeht, dann sind es in wenigen Wochen mehrere 100.000 Menschen in Österreich, die sich mit dem Virus anstecken werden. Außer es halten sich alle an das strikte Gebot, zu Hause zu bleiben.

Das wird aber nicht leicht und vor allem nicht reichen. Denn zu Hause, sagen die Experten, werde die Gewalt zunehmen. Männer werden ihre Frauen vermehrt schlagen. Und Frauen werden ihre Männer vermehrt emotional fordern: Weil sie es beide nicht gewohnt sind, so viel Zeit miteinander zu verbringen. 

Die Angst macht die Menschen nervös, grantig und dünnhäutig.

Es braucht noch eine Unterstützung im Umgang mit den eigenen Emotionen. Also werde ich mehrmals in der Woche ein Video zu den Emotionen und ihrem Umgang starten. Mehr davon, demnächst.

Und nun zur Auflösung

Die Angst hat einen mächtigen Gegenspieler und der heißt Vertrauen. Unser Gehirn ist ständig darauf eingestellt, einen möglichst neutralen Zustand zu erreichen, der möglichst wenig Energie verbraucht. Es bedeutet eine massive Kraftverschwendung, ständig Angst zu haben. 

Dem gilt es, entgegenzuwirken. 

Anfangs wird die neue Situation bei vielen Menschen Unbehagen auslösen und es wird dauern, bis es alle realisiert haben, in welcher Situation sie sich wirklich befinden. 

Akzeptanz ist eine Vorstufe von Vertrauen. Es geht darum, darauf zu vertrauen, dass wir alle zusammenhalten und wir aus dem Erlebten etwas Entscheidendes lernen. 

Wenn Vertrauen da ist, dann braucht es keine Hamsterkäufe. 

Schauen wir nach Italien und sehen die eingesperrten Menschen in der Lombardei und das fehlende Vertrauen. Die Sperre der gesamten Region letzte Woche wurde von einem Politiker in Rom mitten in der Nacht ausgerufen. Er informierte nicht einmal die Gemeindepolitiker der Region. Viele Bürgermeister standen in der Früh vor vollendeten Tatsachen. 

Davor fürchten sich die Menschen: Willkür, Chaos und Einschränkungen.

Wenn die Quarantänemaßnahmen auch zu uns kommen, ...

Hoppla. Diesen Satz schrieb ich am Freitag. Der ist heute Montag nicht mehr gültig. Damals hieß es auch noch, dass die Lokale ab 15:00 schließen. Gestern hieß es, dass das nur für heute Montag gilt und ab Dienstag alle Lokale komplett schließen werden. 

Das wird es noch häufiger geben. Plötzliche und unerwartete Wendungen. Zeigen wir uns flexibel und bleiben gelassen. Durch Solidarität mit den Alten unter uns und dem Vertrauen, dass wir diese Zeit gemeinsam souverän lösen werden, wünsche ich allen Menschen da draußen, also drinnen in den Wohnräumen, alles erdenklich Gute, viel Gelassenheit, und Wohlwollen.


Ich melde mich demnächst auf meinem Videokanal. 

Ich biete ab sofort einmal am Tag ein gratis Skype/WhatApp-Coaching für 30min für eine Person einmalig an und stelle meine Expertise als Mentalcoach und meine eigenen Erfahrungen aus der unfreiwilligen und monatelangen Zeit des Nichtstuns nach meinem Augenunfall zur Verfügung. Einfach ein Mail an abundzu@freiraeumen.com mit dem Kennwort 

Was tun in der Corontäne?

Mrz 16

Nach dem Corona-Virus wird vieles anders sein

By Robert Pap | Blog

Nach dem Corona-Virus wird vieles anders sein

Ein Hoffnungsschimmer von Robert Pap

Ab heute ist alles anders. Eine noch nie dagewesene Einschränkung des öffentlichen Lebens seit dem zweiten Weltkrieg bestimmt ab heute unser Leben. Daraus entstehen viele überraschende Dinge. Es zeigt, wie schnell ein Gesetz beschlossen werden kann, wenn die Dringlichkeit erkannt wird. Ich war erstaunt und überrascht zugleich, mit welcher Einheit im Nationalrat und Bundesrat abgestimmt wurde.

Die Natur erholt sich in einer Geschwindigkeit, dass einem schwindlig wird. Norditalien ist mit seiner reichen Wirtschaftsmetropole Lombardei einer der stärksten Stickoxid-Produzenten. Dort steht seit einigen Wochen alles still und die Luftqualität verbessert sich signifikant wie ein Video der ESA zeigt. Ähnliches ist ja in China passiert.

 https://youtu.be/ARpxtAKsORw

In Triest fahren keine Schiffe mehr und die Delphine schwimmen wieder bis in den Hafen hinein.

Quelle: https://www.facebook.com/LignanoJournal/videos/518182488754170/

Hören Sie sich den aufgeregten Italiener an, wie er sich freut. “Bravo doppo! Bravo dopolone”. Da wird in den nächsten Wochen noch sehr viel mehr Unglaubliches passieren. 

Eine Solidaritätswelle in vielen Branchen aber auch unter den Menschen rollt durch alle Länder. Menschen singen von ihren Balkonen, Menschen helfen einander, wo früher Desinteresse und Neid vorherrschte. Künstler wie Michael Niavarani reden genau darüber und kündigen für heute Montag eine Überraschung an. 

Quelle: https://www.facebook.com/31126468015/videos/620690678497658/?v=620690678497658

Der ORF liefert immer am Vormittag eine spezielle Sendung für Kinder, die das Virus Phänomen verständlich erklären soll. 

Menschen bieten über Skype Hilfe an, um die Einsamkeit anderer Menschen in den eigenen vier Wänden zu überwinden. Sie lesen Gedichte vor, geben Trommelunterricht und tauschen sich aus. 

Ich bin mal gespannt, ob das Internet die Härteprobe besteht, wenn so viel Menschen auf ihren Mobilgeräten untertags alle auf einmal online sind. Wir werden sehen, ob das die Kommunikation beeinträchtigen wird.

Wieder Mensch sein

Wir haben die Chance, uns wieder von unserer menschlichen Seite zu zeigen, so zu agieren, was uns so besonders macht: Empathisch mit jenen per Telefon Kontakt aufnehmen, die uns am Herzen liegen und mal nachfragen, wie es ihnen geht. 

Ja, über die Corona-Krise reden, aber auch Zuversicht und Mut verbreiten, anstatt zu jammern und anderen Menschen oder Ereignissen die Schuld zuzuweisen. 

Gestern bin ich über ein Lied gestolpert, das ich schon seit Jahren nicht mehr gehört habe. Unsere fünf Monate alte Tochter war grad recht quengelig in der Tragehilfe und das obwohl sie satt war, gewickelt wurde und gerade geschlafen hatte. 

Also ließ ich mich voll auf das Lied ein und bewegte mich langsam im Rhythmus. Ich konzentrierte mich zuerst auf das Klavier, dann auf das Schlagzeug und zuletzt nur auf den Bass. Ich war voll in der Musik und in der Bewegung drinnen und im Augenblick beruhigte sich meine Tochter und war für die Dauer des Liedes mucksmäuschenstill. 

Das war mein Lied.  Eine Schallplatte mit dem Lied wurde zur Zeit der Apartheid von einem Anwalt auf die Gefängnisinsel Robben Island geschmuggelt und dort über die zentrale Lautsprecheranlage abgespielt. Das Stück soll bei den politischen Gefangenen, darunter Nelson Mandela, Zuspruch und Hoffnung ausgelöst haben. Es wurde live improvisiert, niemals zuvor geprobt und sofort aufgenommen.

Nehmen Sie irgendein Lied, das Ihnen gefällt. Probieren Sie es aus. 

Jetzt geht es um ein Gefühl, in einer Gesellschaft, getragen zu werden und eingebunden zu sein. Mit viel Kreativität schaffen wir es, diese herausfordernden Zeiten zu überstehen. 

Ein Phänomen ist zu bemerken: 

Anstatt verzweifelt zu sein, weil der Monatsumsatz nicht erreicht werden kann, sehe ich Verständnis bei den UnternehmerInnen aus vielen Branchen.

Solidarität und Zusammenhalt, Nachbarschaftshilfe und Rückzug auf das Wesentliche ist nun angesagt. 

Wer hat keine elendslange ToDo Liste? Jetzt ist die Zeit, endlich einmal die drei Bücher fertig zu lesen, Ordnung in der Abstellkammer und im Keller zu machen und sich von einigen Sachen zu verabschieden. 

Ich möchte aber auch klar sagen,

dass auf einige von uns eine sehr ungewöhnliche Zeit zukommen wird. 

Wir sind darauf getrimmt, etwas zu tun. Und nun sollen wir einfach nur zu Hause bleiben und nichts tun. Es ist kaum zu glauben, aber

es ist schon sehr viel Unheil durch NICHTSTUN verhindert worden.

Informieren ist das eine, das viel Wichtigere ist es, Ruhe zu bewahren. Doch wie sieht die genaue Umsetzung aus?

Die Jüngeren kümmern sich um die Alten, die Menschen finden per Internet zusammen. Im Miteinander gibt es ein paar einfache Regeln zu beachten, die ich noch genauer ausführen werde.

Endlich rücken die Experten aus Wissenschaft, Medizin, Technik, Politik, Psychologie und Administration zusammen. Politisches Kleingeld – das Anschwärzen des anderen Lagers – ist gerade nicht gefragt und wird auch nicht gemacht. Es ist wirklich erstaunlich WIE sehr sich die Menschen anders verhalten.

Es kann also sein, dass das Virus dazu führt, dass wir ein ganz anderes Miteinander nach der Krise erleben werden.

Es wird uns gerade Zeit geschenkt. Nutzen wir sie in voller Gelassenheit. Ich fühle mich mit diesen Gedanken sehr leicht und bin noch mehr im Hier und Jetzt. Die Zeit steht diese Woche einmal still. Es ist irgendwie magisch.

Und wenn Sie zwei kleine Kinder und keine Kinderbetreuung haben, dann wird das eine extrem herausfordernde Zeit für Sie. Doch danach werden Ihnen Ihre beiden Kinder gar nicht mehr als Belastung vorkommen. 

Wie lange dauert es denn nun, bis wir wieder ein normales Alltagsleben haben werden? Experten rechnen mit acht Wochen, bis es zum Höhepunkt der Ausbreitung in Europa kommt. Das ist eine sehr lange Zeit. Es ist also erst der Anfang. Heute Montag ist Tag eins. 

Ich bin dankbar, diesen Moment miterleben zu dürfen. Die Corona Quarantäne wirft uns auf uns selbst zurück. Das ist gut so, denn so wachsen wir über uns hinaus. Corona wird uns verändern, da bin ich mir sicher. Nach diesen Wochen und Monaten wird nichts mehr so sein wie früher.

Machen wir etwas draus.

Ich biete ab sofort einmal am Tag ein gratis Skype/WhatApp-Coaching für 30min an und stelle meine Expertise als Mentalcoach und meine eigenen Erfahrungen aus der unfreiwilligen und monatelangen Zeit des Nichtstuns nach meinem Augenunfall zur Verfügung. Einfach ein Mail an abundzu@freiraeumen.com  mit dem Kennwort: 

"Was tun in der Corontäne?"

Mrz 01

Die vier mentalen Techniken, um Angst loszuwerden

By Robert Pap | Blog

Die vier mentalen Techniken, mit Angst umzugehen

Selbst mir, der nicht fernsieht, bleibt es nicht verborgen, dass die meisten Menschen derzeit Angst haben. Jetzt gerade vor einem Virus, das wie ein Bier heißt. 

Hat Corona auch Umsatzzuwächse, frage ich mich, oder sind es nur die Apotheken, denen letzte Woche die Handdesinfektionen ausgegangen sind? Die Angst geht um. Es wird gehamstert.


Ich habe mir einmal aus meinen vielen Aufzeichnungen der letzten zwei Jahrzehnte jene Klienten rausgesucht,

die erfolgreich ihre Ängste überwinden konnten.

Da waren ganz konkrete Situationen dabei wie „Ich habe vor Hunden eine panische Angst.“ oder etwas weniger greifbare Beispiele wie: "Wenn ich an den Vortrag vor den vielen Menschen denke, glaube ich, dass ich ein Blackout haben werde." 

Was aber, wenn die Angst durch die vielen Medienberichte kollektiv geschürt wird? Dann droht ein Informations-Overkill. Kontrollverlust. 


In Fachkreisen unterscheiden wir zwischen Angst und Furcht. „Ich fürchte mich vor dem Hund.“ wäre die korrekte Bezeichnung, weil es etwas Konkretes ist. Angst wird einem diffusem Gefühl in der Zukunft zugeordnet. Es geht also diesmal nicht um die Vergangenheit, denn Angst ist Zukunft.


Corona ist auch konkret, ich will das gar nicht schmälern. 


Eine 72 jährige Klientin von mir hatte vor drei Monaten eine Lungenentzündung und ist seitdem zweimal an einem Infekt erkrankt. Sie sollte wirklich aufpassen, sich regelmäßig die Hände waschen, den Griff der eigenen Hände ins Gesicht reduzieren und den Kontakt zu anderen Menschen stark reduzieren. Vor allem das Händeschütteln, die Türschnallen und die Tastatur an der Bankomat-Kassa sind potentielle Herde für Schmierinfektion.

Schauen Sie sich diesen Filmausschnitt an, dann erahnen Sie, wie schnell das gehen kann. Klicken Sie einfach auf das Bild.


Das war der praktische Teil. Nun kommt der mentale Aspekt, der wesentlich effektiver ist. Warum?

Weil 95% unserer Handlungen unbewusst ablaufen und wir zu sehr auf das Außen fixiert sind. Gehen wir nach Innen und fangen bei uns an, Gewohnheiten zu hinterfragen und sie dann auch zu ändern, entsteht ganz nebenbei das Gefühl der FREIHEIT.

Sie bestimmen, ob sie beunruhigt sind und nicht irgendein Redakteur einer Gratiszeitung.


Es ist eine tiefliegende kollektive Angst in uns, gespeist durch den Geschichtsunterricht aus den Schulen, in dem auch jeder und jede von uns von der Pest gehört hat. Jeder und Jede!

Das sitzt so tief, dass dieser Mechanismus von der Krawallpresse ausgenutzt wird. Je größer die Angst, desto mehr LeserInnen, desto mehr Einschaltungen. Es ist immer dasselbe Spiel und kaum jemand traut sich, sich außerhalb der Box zu äußern. 

Mein tiefstes Bedauern gilt jenen Menschen, die einen Angehörigen durch den Virus verloren haben. Der Virus kann bei einem stark geschwächten Immunsystem tatsächlich tödlich enden. Und ja, der Virus breitet sich aus. Das ist eine ernstzunehmende Tatsache. 


Nun zu den vier mentalen Techniken, um mit der Angst besser klar zu kommen. Angst ist eine nach unten gerichtete Kraft. Wir machen uns in die Hosen, wenn die Blase nicht mehr ihren Dienst verrichten kann. Es braucht somit eine nach oben gerichtete oder neutrale Gegenkraft. 


1 Akzeptanz – da ist Angst

Die Akzeptanz eines emotionalen Zustands erlaubt es uns, die Emotion von außen zu erkennen. Unser Sprachgebrauch lässt uns allerdings mit der Emotion verschmelzen. Wir tendieren dazu zu sagen: „Ich habe Angst“ und sagen damit „Ich bin die Angst“. Viel besser ist es zu sagen: „Da ist Angst“. So kann sie von außen gesehen und besser in Schach gehalten werden.


2 Lachen – die Angst wird ausgelacht

Mit Humor, wie ihn Pippi Langstrumpf oder der Joker bei Batman hatte, sprengen wir alle Ketten. Wir stehen über den Dingen und lachen die Angst einfach aus. Doch diese Haltung ist nicht vielen Menschen geschenkt. Da braucht es eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der großen Schwester der Angst – dem Tod. 


3 Neugierde – ich weiß es nicht

Wenn unser Leben so aussehen würde, dass wir immer ein klein wenig mehr neugierig als ängstlich sind, dann würde die Angst zwar noch immer da sein, sie hätte aber nicht mehr so eine besitzergreifende Macht. Die Haltung „Ich weiß nicht, ob mich das Virus erwischt!“ lässt alles offen. Der Fokus auf das Nicht-Kontrollierbare bekommt dadurch weniger Kraft und der Alltag wird wieder normaler.


4 Vertrauen –  Urvertrauen, dass das Leben weitergeht

Um dem Leben und dem eigenen Vorankommen vertrauen zu können, braucht es eine tiefgehende Verbindung zu sich selbst. Die Selbstoptimierungswelle der jetzt 30-jährigen beschäftigt sich mit der Sinn-Frage ganz intensiv. Die heute 50-jährigen haben das kaum gemacht und sind viel leichter aus ihrem Vertrauen zu bringen. Vertrauen, dass alles was passiert seine Richtigkeit hat. Dann haben Panik und Angst keine Chance. 


Wie gehen Sie mit der Angst um? Welche Gedanken schwirren Ihnen im Kopf herum und welche Gefühle kommen dann hoch?

Welche Ängste sind es wirklich, die bei Kolleginnen und Kollegen besprochen werden. Wenn Sie Ihr Repertoire der Gelassenheit erweitern wollen, dann vereinbaren Sie einen Coaching Termin mit mir.

Ein kurzes Mail reicht völlig.  

Herzliche und angstfreie Grüße Robert Pap

Feb 23

Künstliche Intelligenzen haben kein mindset, sie haben Fähigkeiten

By Robert Pap | Blog

Künstliche Intelligenzen haben kein mindset, sie haben Fähigkeiten


In den heutigen freigeräumten Gedanken möchte ich drei menschliche Mindsets vorstellen, die uns dabei helfen können, die Angst vor dieser digitalen Schreckenszukunft zu verlieren.


Immer öfter begegnet mir im Coaching von Führungskräften und Selbstständigen die Angst vor den Robotern, den Künstlichen Intelligenzen. In den Medien, in zahlreichen Büchern und Beiträgen im Radio wird das Thema immer häufiger diskutiert.

Alle fünf Jahre steigert sich angeblich die  Rechenleistung der KI um den Faktor zehn. In 20 Jahren werden sie also 10.000 Mal schneller sein als heute. Da wird kein Mensch mithalten können und daher ist es nötig, sich mit dieser Zukunftsaussicht zu arrangieren. Selbst diejenigen unter uns, die heuer in Pension gehen, werden diese rasante Entwicklung noch erleben.

Die Digitalisierung stellt unser anerkanntes Wissen und Know-how komplett auf den Kopf: Das, was wir noch vor wenigen Jahren in der Schule oder an der Uni gelernt haben, gilt heute häufig schon als veraltet. Wer da mithalten will, muss nicht nur schnell und flexibel dazulernen, sondern braucht ein ganz neues Mindset. 


Unlängst beschwerte sich ein 80-jähriger Klient bei mir über die jungen Menschen. 

„Meinen 8-jährigen Großneffen habe ich gefragt, wieviel 8+4 ist. Er sagte mir, dass er auf dem Computer nachsehen muss. Er ist acht!!“ sagte er mit Nachdruck und konnte es nicht fassen, dass das Kopfrechnen nicht mehr eingefordert wird. 

Aber jetzt mal ehrlich: Außer der Festnetznummer unserer Eltern oder Großeltern wissen die Wenigsten von uns irgendeine weitere Telefonnummer mehr auswendig. Früher war das anders.

Mein Klient zog aus seinem Erlebnis jedenfalls die Schlussfolgerung, dass wir alle verdummen. Er wollte sich nicht mehr arrangieren. Vielleicht lädt sich sein Großneffe bald eine Gehirnjogging-App runter, damit der alte Mann zufrieden ist. Oder er freut sich einfach, dass sich Computer und Telefone solche Zahlenreihen viel besser merken können als er und genießt einfach sein Leben. Das sind zwei verschiedne Betrachtungsweisen.

Computer und Algorithmen übernehmen in immer mehr Bereichen Aufgaben, von der Finanzberatung bis hin zur Chirurgie. Und sie werden immer schneller und immer besser. Gegen die digitalen Helfer haben wir Menschen keine Chance.

So betrachtet macht es also keinen Sinn, die Computer als Konkurrenz zu sehen. Stattdessen sollten wir lieber herausfinden, wie sich Mensch und Rechner gegenseitig möglichst gut ergänzen und effektiv zusammenarbeiten. Dazu besinnen wir uns am besten auf unsere menschlichen Stärken, bei denen die Computer noch lange nicht mithalten können: 

  • Intuition 

  • Emotionale Intelligenz 

  • Kreativität und 

  • Empathie


Es geht nicht darum, Dinge besser zu verstehen oder mehr zu können. Das Ziel eines neuen Mindsets ist es vielmehr, neue kreative Verbindungen von Bewusstsein, Psyche und Emotionen im eigenen Gehirn herzustellen – denn genau in diesen Bereichen können die KI mit uns Menschen nicht mithalten. Menschen sind schließlich mehr als schlechte Maschinen.


Mindset N°1 – I dont know

Dieser Mindset steht für gedankliche Flexibilität und für die Fähigkeit, seine eigenen Glaubenssätze und Überzeugungen öfter mal infrage zu stellen. Viele Menschen denken z.B., dass man sich bei der Mitarbeiterführung entweder zwischen einem strengen Regime oder einer hierarchielosen Basisdemokratie entscheiden muss. Doch die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. 

Ähnliches gilt bei banalen Entscheidungen. Wir haben als Kinder bei der Frage, ob wir Apfelsaft oder Orangensaft wollen, gelernt, uns für eines der beiden Getränke zu entscheiden. Nur die ganz kreativen und originellen Kinder fragten nach einer dritten Alternative: „Hast du auch weißen Traubensaft gespritzt?“ 

Mindset N°2 – In den Schuhen des anderen gehen

Dabei geht es darum, unsere Mitmenschen mehrdimensional zu betrachten, wie ein Zusammenspiel mehrerer Personen. Wir beginnen mit jenem Anteil, der uns nervt. Meist gelingt es nicht in diesen Schuhen zu gehen. Zu heiß! Wie verhält sich diese Person mit ihrem vier Monate alten Enkerl oder Neffen? Das geht vielleicht schon eher. Dann kommen immer mehr angenehmere Anteile zum Vorschein und es folgt die Frage: Wem hat die Person in ihrem Leben schon wirklich geholfen?  

Welche verschiedenen sozialen Kontexte haben diesen Menschen geprägt? Kommt er aus einer armen oder reichen Familie? Ist er religiös oder besonders sportlich? Und schließlich betrachten wir die Umgebung dieser Person: Welche Kräfte haben auf das Leben dieses Menschen gewirkt und welche Einstellungen hat er daraus entwickelt? 

Jeder von den Menschen da draußen hat eine Geschichte und irgendwann waren sie unschuldig, wie ein vier Monate altes Kind. Und ich behaupte, dass sie das noch immer sind. Wir spüren es spätestens dann, wenn wir in ihren Schuhen gehen. 

Das macht uns Menschen aus, und wenn wir diese Fähigkeiten in den Arbeitsalltag aktiv einbringen, dann kommen verborgene Potenziale ans Licht und setzen oft erstaunliche Veränderungen in Gang. 

Mindset N°3 – emotionales Update

Stellen Sie Ihre Überzeugungen infrage und werfen Sie sie bei jeder Gelegenheit rechtzeitig über Bord.

Ein emotionales Update dient dazu, in Ihrem Kopf Platz für neue Gedanken zu machen, indem Sie mehr auf Ihre Träume, Fantasien und Ihre Intuition hören.

Wenn Sie Ihre Fantasien und Träume aufmerksam beobachten, finden Sie dabei Begrenzungen, die Sie schon immer einhalten, obwohl es dafür keinen logischen Grund gibt. Versuchen Sie doch einmal, ein Traumtagebuch zu führen. Lesen Sie Ihre echten Träume und Tagträume mit etwas Abstand durch und fragen sich: „Warum eigentlich nicht?“


Eine weitere unsichtbare Begrenzung unseres Handelns sind die „heißen Herdplatten“. Jedes Mal, wenn in unserem Leben etwas richtig in die Hose geht, kommt eine neue Herdplatte dazu. 

Es gibt viele Leute, die zum Beispiel nur ungern Auto fahren oder bei Tabellenkalkulation instinktiv Reißaus nehmen. 

Zukunftssichere Stärken verbinden Denken, Fühlen und Handeln des Menschen zu einer Einheit, anstatt sie voneinander zu trennen.

Einfühlungsvermögen zum Beispiel ist so eine übergreifende Stärke, von der Computer überhaupt nichts verstehen. Um diese Art von Stärke zu fördern, ist zum Beispiel Meditation ein wirksamer Weg. 


Ein weiterer Trick, der das Leben einfacher macht, sind Faustregeln für bestimmte Situationen. Sie können zum Beispiel Stunden damit verbringen, das perfekte Hotel für den nächsten Business-Trip zu finden. Oder Sie arbeiten mit der Faustregel: zwei Minuten, drei Alternativen und dann entscheide Sie sich, einfach nach Bauchgefühl. So schlecht wird das Hotel schon nicht sein, und auch nach stundenlangen Vergleichen können Sie immer noch Pech mit der Auswahl haben. 

Also keine Sorge. Die Arbeitswelt von morgen erscheint komplex und manchmal beängstigend, doch im Prinzip steckt alles, was Sie dafür brauchen, schon in Ihnen drin – Sie dürfen es nur etwas hervorlocken. Ich wünsche Ihnen viele neugierige Erfahrungen dabei!


Falls Sie das Thema gerne einmal zu zweit bei einem Caoching in der Natur besprechen wollen, dann wissen Sie ja wie Sie mich erreichen:  abundzu@freiraeumen.com

Feb 09

„Bevor ich etwas ändere, sterbe ich lieber früher.“

By Robert Pap | Blog

“Bevor ich etwas ändere, sterbe ich lieber früher”


So genau hat es nicht gesagt, aber auf die Frage, weshalb er nichts an seinem Leben geändert wird, obwohl er weiß, dass es ihm dann besser geht, hat er nur den Kopf geschüttelt und sagte: „Wenn es nicht schnell geht, dann bringt es nichts. "


Die Geschichte geht so: 

Ich war auf einer Beerdigung und begleitete meine 80jährige Mutter, die einen guten Freund verabschiedete. Es kamen über 200 Menschen und erstmals erlebte ich eine Einsegnung ohne Pfarrer. Ein Mann der Bestattungsfirma übernahm die Rede. Ich war sehr beeindruckt und die Stimmung war traurig und berührend zugleich.

Wir gingen zum Leichenschmaus und ich kam mit Menschen ins Gespräch, die ich zum letzten Mal vor knapp 40 Jahren gesehen hatte. Andere kannte ich flüchtig von diversen Besuchen der letzten Jahre. Sie kannten mich jedenfalls alle. DER SOHN: Als Teenager war ich drei Sommer lang in der Mobilheimsiedlung am See bei meiner Mutter und schaute dann im Laufe der Jahre immer wieder mal vorbei und sagte Hallo. 

Von meiner Mutter wussten sie über mich "alles", ich wusste über sie gar nichts. Das waren immer lustige Begegnungen. 

Was fiel mir besonders markant auf? 

  • Women are im alter essential fitter as her men. 

  • Männer haben etwas Bemitleidenswertes, wenn sie von ihren Frauen dominiert werden.

  • Männer über 75 sehen im Vergleich zu ihren Frauen erbärmlich aus.

(Mir fällt gerade auf, dass ich mich nicht trauen würde, also über Frauen zu schreiben: -o) 


Das waren die ersten optischen erschreckenden Erkenntnisse.

Ich war in einer

andere Welt

Alle Sprachen über ihre Wehwehchen und das waren keine Belanglosigkeiten. Da ein Steißbeinbruch, dort ein gerade noch überlebter Herzinfarkt. Sie wussten erstaunlich viel über medizinische Begriffe, doch die Zusammenhänge fehlten den meisten. 

Wird es mir in 20 Jahren ähnlich gehen?

Ein Mann erstaunte mich dann am meisten. Er war erst 76, sah aber aus wie Ende achtzig. Als er meine Mutter nach Monaten beim Begräbnis wieder einmal sah, konnte sie es kaum glauben.

“Ach du liebe Zeit - der Josef! Wie sieht der denn aus? ”  sagte sie und hielt sich die Hand vor den Mund. Sie war sichtlich entsetzt. Der gute Josef konnte kaum mehr gehen und war hochbetagt. Sie hatte ihn offensichtlich vom letzten Sommer ganz anders in Erinnerung. 

Josef saß mir gegenüber und erzählte mir seine Geschichte. Mitte dreißig rauchte er vier (!) Packungen Zigaretten. Er litt unter massiver Atemnot und hatte 17kg Gewichtsverlust. Als er wieder essen konnte, päppelte er sich mit deftiger Hausmannskost hoch und hatte danach 25kg mehr. Nach einem erneuten Verdacht auf ein verengtes Herzgefäß mit einer weiteren Operation war er dann auf einer vierwöchigen Reha, nach der es ihm bedeutend besser ging.

Was war mit Josef geschehen? 

Er wurde einer radikalen Diät mit einem umfassenden Bewegungsprogramm von der Früh bis zum Abend durchgeführt. Sein Körper hat sich zwar in nur vier Wochen regeneriert, aber danach hatte er so viel Lust auf seinen Hausmannskost, dass er aus Trotz noch mehr aß als vorher. Er war ein freiheitsliebender Mensch.

Bewegung? Sicher nicht. 

So lebte er die letzten 20 Jahre in seiner rebellischen Art und beschloss, dass ihm nie wieder jemandem vorschreibt, wie er zu essen hat, was er essen soll und wie viel er sich zu bewegen hat. 

Ein Erlebnis - ein Beschluss

Das hatte Folgen, denn seine Muskelmasse verkümmerte, seine Blutwerte waren katastrophal ("Meine Harnwerte waren schon immer schlecht") und die Gesichtsfarbe war fahl mit kaum noch Vitalität in den Augen. 

“Ich war ein begeisterter Sportler, aber letzten Sommer konnte ich nicht mehr über den See schwimmen. Ich hab einfach keine Kraft mehr. Gehe unter. "

Pause. Sein Blick ging nach unten. Resignation hing in seiner Stimme als er sagte:

"Schwimmen war meine Leidenschaft."


Ich konnte es nicht glauben. Was bewegt einen Mann wie Josef, einfach aufzugeben. Es ist ja kein Projekt, das nicht funktioniert, weil zu wenig Budget für das Marketing vorhanden war. Es war sein Leben!

„Wenn du weißt, was du machen müsstest, um wieder über den See zu schwimmen, weshalb änderst du dann deine Gewohnheiten nicht?“ fragte ich ihn.

Er war im Widerstand, wollte weder auf den Zucker, noch auf die Hausmannskost verzichten. Er wollte auch keine muskelstärkenden Übungen machen. Er war es gewohnt, dass es leicht geht, dass die Veränderungen schnell gehen.

"Schritt für Schritt ist nicht so meine Sache." 

Und dann passierte etwas Unglaubliches. Er gab die Schuld seiner neben ihm sitzenden Frau. Ernsthaft jetzt. Er wollte vor 15 Jahren Radfahren, aber sie wollte das nicht. Deshalb kann man heute kaum mehr gehen und hat einen Arzttermin nach dem anderen. 

Er hat übrigens keine Diagnose. Seine Schmerzen wandern. Einmal im Sprunggelenk, dann im Knie. Seine Augen werden schwach und wurden schon sieben Mal mit einer Flüssigkeit injiziert. Sehr schmerzhaft.

Von außen betrachtet - und nur von dort - kann ich einen Bilderrahmen und ein ungenaues Bild erkennen. Der Mann hat ein großes Problem. Deswegen streiken seine Augen (Mir läuft eine Laus über die Leber, blind vor Wut). Um mehr ins Detail zu gehen, bräuchte es ein individuelles Gespräch mit einigen einfachen Vortests. 

Von dem, was ich in den letzten drei Jahren gelernt habe, wurde mir wieder einmal bewusst, dass es in den modernen medizinischen Ansätzen kaum hilfreiche Antworten auf chronische Erkrankungen gibt. Dort eine Spritze, da ein Medikament. Die Ärzte sind allesamt sehr gut ausgebildet und leisten Spitzenarbeit.

Doch die Sicht auf das Bild ist nur dann möglich, wenn ich nicht Teil des Bilderrahmens bin.

Josef sagte übersetzt letztendlich: "Bevor ich etwas ändere, sterbe ich lieber früher. Ich bin nicht bereit, meine Ernährungsgewohnheiten und meine Bewegungsabläufe zu ändern. Meine große Leidenschaft gebe ich auf. Es ist mir egal."

Du hast gerade gesagt: "Ich bin mir egal." 

Ich schaute ihn an und unsere Blicke trafen sich drei Sekunden lang. Eine halbe Ewigkeit für zwei Menschen, die sich nicht kennen. 

Er bemerkte meinen fragenden Blick. Er schüttelte nur den Kopf und presste die Lippen kurz zusammen und was mir aus. Seine Augen hatten einen leeren Blick. 

Ich war entsetzt und bemühte mich, meine Gefühlswallung - ein Mix aus Mitgefühl, Empörung und Ohnmacht - vor ihm zu verbergen. Wie konnte man sich nur so einfach aufgeben?

Es geht doch um das eigene Leben.

Ich gab ihm zum Abschied die Hand und wünschte ihm alles Gute und viel Gesundheit. Er wich meinem Blick aus und sagte leise Danke. 

Ich hatte in dieser Sekunde einen schrecklichen Gedanken:

"Er hat die Chance, noch zehn Jahre länger zu leben, aber wahrscheinlich wird er der nächste sein, den ich gemeinsam mit meiner Mutter am Friedhof habe, wenn er nichts ändert." 

Ich verurteilte mich sofort für diesen Gedanken und verwarf ihn. Als ich diesen Text schrieb, überlegte ich lange, ob ich diesen Gedanken niederschreiben soll und tat es dann doch.

Ich wünsche Josef, der natürlich ganz anders heißt, noch ein langes Leben. Möge er seinen Weg finden. 


Wenn Sie möchten, dass Sie nur mit einer radikalen Verhaltensänderung wesentlich länger leben, würden Sie alles so lassen? 

Wie gehen Sie mit dem Loslassen von Gewohnheiten im Leben um? Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, dann vereinbaren Sie doch einmal ein Coaching in der Natur mit mir. Die Tage werden schon wärmer und beim Gehen sind wir dreimal so schnell am Kern Ihres Themas.


PS: Eine flüchtige Bekannte hat ihre Bedenken zu Coaching geäußert. Über Umwege ist die Info zu mir gekommen.

"Da bekommt man eine Bewertung wie gut oder schlecht man ist und es wird vorgeschrieben, wie man zu seinem hat." 

Ein Gespräch steht noch aus, um mehr Klarheit zu geben, was wirklich beim Coaching passiert ist. Ich war definitiv überrascht und erheitert zugleich. 

Jan 26

Der Vagusnerv – die Datenschnellstraße zwischen Körper und Gehirn.

By Robert Pap | Blog

Der Vagusnerv – die Datenschnellstraße zwischen Körper und Gehirn

Beim Vagus-Nerv ist der Name Programm: Das lateinische Verb vagari heißt so viel wie „wandern“ oder „umherschweifen“. Er hat von allen zwölf Hirnnerven die größte Reichweite. Er wandert vom Hirnstamm zu Herz, Lunge, Magen, Leber, Blase usw. bis hin zum Darm. Kurz: Er ist mit fast allen inneren Organen verbunden.

Die Hauptfunktion von Nerven ist es, Informationen zu transportieren. Wir sehen einen knackigen grünen Apfel, und das Auge meldet über den entsprechenden Nerv an unser Gehirn, dass es hier etwas Feines zu essen gibt. Das Gehirn schickt dann seinerseits Botschaften los, etwa an die Muskeln: Jetzt bitte Arm ausstrecken, Hand öffnen und zugreifen! Und an die Speicheldrüsen: Wasser marsch, gleich gibt es etwas einzuspeicheln!

Dabei unterscheidet man zwischen sensorischen und motorischen Reizen, je nachdem, ob ein sinnliches Empfinden oder ein Bewegungsbefehl übermittelt wird. Der Vagus-Nerv ist ein gemischter Nerv, das heißt, er kann beide Sprachen. Und zwar in beide Richtungen: Mit unfassbarer Geschwindigkeit jagt er permanent Meldungen zwischen Organen und Gehirn sowie zwischen unterschiedlichen Organen hin und her.

Eine weitere Eigenschaft des Vagus-Nervs ist, dass er nicht nur die Arbeit unserer inneren Organe steuert, sondern auch auf unseren emotionalen Zustand einwirkt – und damit zugleich auf unser Verhalten. Zwar betrachten wir uns gerne als rationale Wesen, aber unser Verhalten ist weitaus stärker von Emotionen beeinflusst, als uns bewusst ist. Und diese sind wiederum von unserem physiologischen Grundzustand abhängig.

Da ist es naheliegend, dass der Vagus-Nerv auch bei den sogenannten psychosomatischen Erkrankungen eine Rolle spielt. Das griechische Wort soma bedeutet Körper. Psychosomatik beschreibt das Phänomen, dass psychische Probleme sich in körperlichen Beschwerden, wie z.B. chronischen Verspannungen oder Magengeschwüren, manifestieren können. Noch wird allerdings kaum davon gesprochen, dass es auch umgekehrt sein könnte und der körperliche Zustand auf die Psyche wirkt – es also auch somatopsychische Erkrankungen gibt.

Alle Eigenschaften des Vagus-Nervs zusammengenommen – also Reichweite, Richtung, Bandbreite und Geschwindigkeit seiner Übertragungen – erklären, warum der Vagus-Nerv eine so große Bedeutung hat. Ist er in seiner Funktion gestört oder eingeschränkt, kann das massive Folgen für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben.

Der Vagus-Nerv nimmt im autonomen Nervensystem eine besondere Stellung ein.

Wenn wir vom autonomen Nervensystem sprechen, tun wir häufig so, als gäbe es bloß ein großes Gesamtnetzwerk. Tatsächlich besteht es aber aus verschiedenen Schaltkreisen. Einer davon ist das parasympathische System, auch Parasympathikus genannt – und der Vagus-Nerv ist sein wichtigster Drahtzieher.

Der Parasympathikus kommt immer dann zum Zug, wenn wir uns sicher und entspannt fühlen. Er reguliert dann etwa unseren Atem, Stoffwechsel, Verdauung und Herzfrequenz. In diesem Ruhemodus atmen wir ruhig, haben einen Puls auf Normalgeschwindigkeit, entspannte Muskeln und eine aktive Verdauung.

Der Gegenspieler dazu ist der Sympathikus, der unsere Stressreaktionen steuert und uns in den Fight-or-Flight-Modus bringt. Atem und Herzschlag werden beschleunigt, die Muskeln spannen sich, Stresshormone werden ausgeschüttet, unsere Sinne verschärfen sich. Gleichzeitig werden andere Funktionen, wie bspw. die Verdauung, unterdrückt.

Sympathikus für Stress, Parasympathikus für Entspannung – das war in der Wissenschaft lange Zeit Konsens. 

Die Polyvagal-Theorie

Bis im Jahre 1994 Stephen Porges einem erstaunten Fachpublikum seine sogenannte Polyvagal-Theorie vorstellte. Sie besagt, dass der Vagus-Nerv nicht nur wie alle anderen Hirnnerven aus zwei verschiedenen Strängen bzw. Ästen besteht, sondern dass diese auch unterschiedliche Funktionen im Körper erfüllen.

Der vordere – ventrale – Vagus-Ast verläuft bauchseitig und funktioniert als enger Mitarbeiter des Parasympathikus, wie wir ihn kennen. Außerdem ist er zuständig für das sog. Social Engagement System, das nur aktiv ist, wenn wir uns sicher fühlen: Nur dann sind wir sozial zugewandt, suchen Kontakt und Kommunikation. Evolutionär gesehen ist der ventrale Vagus-Ast der jüngere, im gesamten Tierreich besitzen nur Säuger diesen vorderen Schaltkreis.

Der hintere – dorsale – Vagus-Ast ist uralt und bei allen Wirbeltieren vorhanden, vom knochenlosen Fisch bis zum Menschen. Laut Porges' Theorie steuert er den dritten Schaltkreis des autonomen Nervensystems. Dieser Schaltkreis ist für den sogenannten Shutdown zuständig, die evolutionär gesehen älteste Überlebensstrategie.

Das Gefühl eines Shutdowns kennt jeder, der schon einmal unter Schock gestanden hat. Man ist wie erstarrt. Einem bleibt die Luft weg, die Muskeln erschlaffen und man kann sich nicht rühren. Das Blut wird aus Kopf und Extremitäten abgezogen, sodass Hände und Füße sich taub anfühlen. Im äußersten Fall wird man sogar ohnmächtig. Das ist jedoch nützlicher, als man denkt, denn es spart Energie, die zur Aufrechterhaltung der vitalen Organfunktionen benötigt wird.

Unsere Neurozeption ist überfordert mit der Masse moderner Stressoren.

Ob uns etwas Angst und damit Stress macht, hängt maßgeblich davon ab, wie wir es für uns einordnen und in welchem Kontext es passiert. Doch woher wissen wir, in welchem Kontext wir uns befinden? Ganz einfach: Es ist unsere Neurozeption, die das entscheidet.

Neurozeption bezeichnet die Wahrnehmungsfähigkeit unseres Nervensystems. Sie schätzt innerhalb von Bruchteilen von Sekunden eine Situation oder ein Gegenüber ein. 

  • Will mein Kollege mir Böses? 

  • Was ist das für ein unangenehmer Luftzug? 

Gleichzeitig gibt sie auch permanent Updates über unseren physiologischen Zustand an das Gehirn weiter. Alle diese Informationen werden in Emotionen übersetzt, die wiederum unser Verhalten beeinflussen.

Das Problem dabei ist, dass unser jahrtausendealtes Nervensystem nicht für die zahlreichen Stressoren unserer Gegenwart ausgelegt ist. Unsere Neurozeption kann ziemlich eindeutig einen hungrigen Löwen als Gefahr einordnen – aber wie soll es eine nahende Deadline oder den genervt dreinblickenden Typen im Bus einschätzen? 

Damit ist die Neurozeption überfordert – und sendet manchmal falsche Signale. Sie ist dann wie ein Wachhund, der die ganze Zeit die Falschen anbellt.

Schon ein harmloses Signal – ein bestimmter Tonfall, ein Geruch, ein flüchtiges Gefühl – kann zum Trigger werden. Die Folge: Wir flippen aus, werden zum Nervenbündel oder erleben gar einen Totalausfall. Und das häufig ohne überhaupt zu wissen, warum. Denn die Neurozeption ist wesentlich schneller als unsere verstandesmäßige Wahrnehmung.

So kann es z.B. passieren, dass wir uns mitten in einem Gespräch plötzlich verspannen und unwohl fühlen, obwohl gar nichts Negatives gesagt wurde. Vielleicht hat unser Gegenüber einfach eine bestimmte Stimmlage oder Körperhaltung angenommen, die uns unbewusst in ein negatives Erlebnis in unserer Vergangenheit zurückkatapultiert. Kurz: Wir werden getriggert.

Passiert das immer wieder, ohne dass wir hinterher wieder aus dem Zustand herauskommen, führt das zu einem daueraktiven hinteren Vagus-Ast, der uns vormacht, dass wir in ständiger Lebensgefahr seien. Das geht nicht nur an die Substanz, sondern kann langfristig auch zu psychischen Problemen führen.

Die Stimulierung des vorderen Vagus-Nervs kann die Lebensqualität verbessern.

Zugegeben, das war wirklich eine Menge Theorie! Und sicher wollen Sie endlich wissen: 

  • Was nützt mir denn nun all das Wissen für mein Leben und für meine Gesundheit? 

  • Wie kann mir der Vagus-Nerv dabei helfen, gesünder, entspannter und glücklicher zu werden?

Es hat sich ja schon angedeutet ­– Gesundheit und Entspannung, und damit auch Glück und Lebensenergie, sind nur mit einem voll funktionsfähigen vorderen Vagus-Ast zu erreichen. Ohne ihn kommen wir nach stressigen oder gefährlichen Situationen nicht in den Modus von Ruhe, Entspannung, Kontakt und Kommunikation zurück, sondern bleiben im Gefahrenzustand, selbst wenn wir längst wieder in Sicherheit sind. 

Dabei sollten unsere Gefahrensysteme wirklich nur das sein: Systeme für Gefahr.

Selbstverständlich sollten wir bei schweren oder chronischen Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen. Sind Sie aber z.B. einfach nur gestresst oder plagen sich mit einem lästigen Zipperlein herum – seien es Nackenschmerzen, Verdauungsprobleme oder Kopfschmerzen – dann könnten Sie es einmal damit versuchen, Ihren vorderen Vagus-Ast zu stimulieren.

Stanley Rosenberg hat ein Buch dazu geschrieben und entwickelte eine Grundübung dazu. Sie ist ganz einfach, dauert nur ein paar Minuten und wirkt kumulativ, d.h., je öfter Sie sie machen, desto wirksamer ist sie und desto länger hält die Wirkung an. 

Sie geht folgendermaßen:

Legen Sie sich bequem ausgestreckt auf den Rücken und verschränken Sie die Finger hinter dem Kopf. Die Ellenbogen können Sie entspannt ablegen. Sie sollten die Knochen Ihrer Finger am Hinterkopf spüren können.

Nun blicken Sie nach rechts, ohne Ihren Kopf mitzudrehen. Schauen Sie so weit zur Seite, wie es Ihnen problemlos möglich ist. Halten Sie Ihren Blick so lange dort, bis Sie entweder seufzen, gähnen oder schlucken müssen. Das wird bereits nach kurzer Zeit passieren, etwa nach 30–60 Sekunden oder schneller.

Führen Sie dann die Augen wieder zur Mitte. Bleiben Sie in Ihrer Position und wiederholen Sie dann das Ganze auf der linken Seite.

Das war es schon! Bleiben Sie noch einen Moment liegen und spüren Sie nach, ob sich etwas verändert hat. 

  • Vielleicht hat sich die Beweglichkeit Ihres Kopfes verbessert? 

  • Geht die Atmung leichter? 

Da Augenmuskeln, Nerven und Vagus-Nerv alle direkt oder indirekt miteinander verbunden sind, können Sie durch diese einfache Bewegung der Augen gleich an mehreren Stellen im Körper eine Veränderung herbeiführen. Für den besseren Vergleich sollten Sie jeweils vor der Übung kurz nachfühlen, wo es zwickt, und testen, wie weit Sie z.B. Ihren Kopf problemlos nach rechts und links drehen können.

Ein kluger Ausspruch besagt: Wem es gelingt, an jedem Tag seines Lebens die richtige Balance zwischen Spannung und Entspannung herzustellen, der braucht nie wieder einen Tag Urlaub. Mit dem Wissen über den Vagus-Nerv können wir diesem Ziel ein Stückchen näher kommen. Das war ein Beitrag der Blinkist Redaktion, den ich ein klein wenig abgeändert habe.

Den eigenen Vagus-Nerv zu aktivieren, geht eigentlich ganz einfach durch 

  • spezielle Atemübungen, 

  • Tipps für den optimalen Schlaf, 

  • Summen, 

  • Singen, 

  • Würgreflex, 

  • gurgeln, 

  • lachen, 

  • Yoga, 

  • Bewegung, 

  • Musik hören, 

  • Akupunktur am Ohr, 

  • spezielle Massagen und 

  • Klopftechniken. 

Wenn Sie dazu mehr wissen wollen, dann besuchen Sie mich in meiner Wiener Praxis im ersten Bezirk ab März 2020 oder schreiben Sie mir eine E-mail an abundzu@freiraeumen.com und vereinbaren einen Termin.

Jan 26

Ein freier Kopf ohne Glaubenssätze und viel Motivation – movere (lat.) und kinesis (griech.)

By Robert Pap | Blog

Ein freier Kopf ohne Glaubenssätze und viel Motivation - movere (lat.) und kinesis (griech.)


Was bewegt mich und wohin?

Ich muss gestehen, es gibt Tage, da geht es mir nicht so gut. Da stelle ich mich und meine Arbeit in Frage, weiß nicht ob der Weg, den ich eingeschlagen habe, der Richtige ist. Ich frage mich, ob ich nicht zu viel Verschiedenes mache und ob es mich und meine Klienten weiterbringt.

An solchen Tagen habe ich mir angewöhnt, meine mir aufgebauten Routinen auf jeden Fall durchzuführen. Ganz gleich, wie ich mich fühle. Ich zwinge mich, meinen inneren Schweinehund auf den Platz zu schicken und mir etwas Gutes zu tun.

Das sind Abläufe, die fast immer gleich sind und von denen ich weiß, dass sie mir es ermöglichen, einen guten Tagesanfang zu haben. Wie sieht so eine Routine aus? 

Nach der Morgentoilette trinke ich zu allererst ein großes Glas warmes Leitungswasser und stelle mir einen Spezialkaffee auf (ein Löffel Kaffee und zwei Löffel Lupinienkaffee – so wirkt er basisch und ist verträglicher). Danach mache ich meine Schüttel- und Dehnungsübungen und öffne davor das Fenster – bei jeder Temperatur. Wenn ich genügend aufgewärmt bin, folgen Cross Crawl- und Hookup- Übungen für eine hohe Gehirnaktivität sowie 30 Liegestütze, 200 Sit-ups und 9 Klimmzüge. Mehr schaffe ich nicht mehr. Das mögen meine Sehnen nicht mehr. 

So bleiben meine Rückenmuskeln kräftig und meine Haltung ist selbst nach einem langen Tag vor dem Computer halbwegs passabel.  Erst nach dieser Übungseinheit von ca 12-15min trinke ich meinen Kaffee. Dann ist er gut temperiert.

Ganz gleich, wie es mir vorher gegangen ist; mit dieser Vorbereitung weiß ich, dass ich nun für zwei bis drei Stunden volle Konzentration und Leistung habe und arbeite an meinen wichtigen Dingen - nicht an den dringenden. Erst danach wird gefrühstückt.

Doch heute war einer dieser Morgen, an denen etwas Besonderes passierte. Ich bin aufgewacht und hatte ein ganz klares Bild von mir und meiner Zukunft. Weit entfernt von einem schlechten Zustand. Ich konnte sehen, wie ich meine Klienten noch besser dabei unterstützen kann, den eigenen Weg zu gehen.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, weil ich mir in den letzten Tagen sehr viele Videos von persönlichen Berichten erfolgreicher Unternehmer angesehen hatte. Aus diesen vielen Eindrücken und meinen eigenen Erfahrungen der letzten 20 Jahre in der Selbstständigkeit, dürfte sich mein Unterbewusstsein ein inneres Bild zusammen gezimmert haben. Es entstand praktisch wie von selbst und zeigte sich heute früh in aller Klarheit.

Kennen Sie so einen Zustand? 


Ich war wie verzaubert.


Aufgewacht bin ich bereits um 4:00. Ich sitze nun seit 5:00 in der Früh an meinem Schreibtisch und entwerfe einen Vortrag und einen Workshop und visualisiere gleichzeitig die Art, wie ich sie mit den Teilnehmern in einem Seminarraum umsetze. Immer wieder kommen auch strategische Überlegungen, wie ich einzelne Komponenten meiner Tätigkeit noch besser zusammenfügen kann. Es ist wie in einem Film, der eine nachvollziehbare aber doch komplexe Handlung hat. 

Um 6:30 Uhr kommt meine Frau mit unserer Tochter in der Wippe ins Büro und stellt sie mir auf den Schreibtisch. Sie ist jetzt 4 Monate alt und war seit 3:00 unruhig und hatte einen seichten Schlaf. Meine Frau zieht sich zurück und schläft noch eine Runde. Carina lässt mich eine weitere Stunde konzentriert arbeiten und beobachtet mich dabei neugierig. Ab und zu gibt sie glucksende Geräusche von sich und tönt wie eine Amsel. Das entlockt mir immer wieder einen Grinser.

“Sie hat noch alles vor sich”

denke ich mir und frage mich, ob es möglich ist, einem erwachsenen Menschen, mit all seinen positiven und negativen Erlebnissen so einen Neustart noch einmal zu ermöglichen? Nicht in der Reinheit, aber ein Neuanfang ist immer möglich. 

Das ist doch mein Kerngeschäft, denke ich mir. Den Leuten den Kopf frei zu machen, sie von limitierenden Glaubenssätzen zu befreien und die innere Motivation so zu entfachen, damit sie wieder in Bewegung kommen.  

Und dann fällt mir etwas auf, was ich so noch nie gesehen habe:

  • Motivation kommt vom lateinischen movere und heißt bewegen.

  • Kinesiologie – ich schließe Ende Februar mein dreijähriges Studium ab – ist abgeleitet vom griechischen kinesis und bedeutet ebenfalls Bewegung.

So entsteht aus einer Ausbildung (Mentalcoaching) und einem inneren Ruf und einer zweiten Ausbildung ein ganz neues Geschäftsmodell. Mentalcoaching und Kinesiologie. Bewegen mit Bewegung.

Was mache ich dabei?


Ich bewege Menschen, indem ich Ihnen zuerst aufzeige, was zu viel in Ihrem Leben ist und was Sie danach alles an Potential freisetzen können.


Es ist alles in uns enthalten, doch das meiste ist von limitierenden Glaubenssätzen umhüllt. 

Wenn Sie wissen wollen, ob und welche Glaubenssätze SIE behindern, um einem inneren Ruf zu folgen, dann schreiben Sie mir an abundzu@freiraeumen.com. Ab Anfang März 2020 habe ich regelmäßig im ersten Bezirk in Wien einen Kinesiologie-Tag.

Sechs Voranmeldungen habe ich bereits. Wollen Sie die/der nächste sein?

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