Kennen Sie die drei Kategorien einer Stressfalle?

By Robert Pap | Blog

Jul 07

Wenn Sie das erste Mal in eine Stressfalle reintappen, dann legen Sie doch gleich einmal die Stärke auf einer Skala von 1-10 fest. Wie bei einem Wirbelsturm.

Ist es ein „Kategorie EINS“ Stress, dann ist er leicht zu ändern. Atmen sie dreimal tief ein und aus, denken Sie an eine

schöne Begegnung mit ein paar lieben Menschen und strecken die Arme für 20 Sekunden seitlich von sich. Ballen Sie die Fäuste. Das ist wissenschaftlich überprüft und wirkt sofort.

Ist es ein Stress der „Kategorie ZWEI“, dann ist das nicht mehr so einfach, da Anteile dabei sind, die nicht einfach weggeatmet werden können. Was hilft hier?

Akzeptanz.

Annehmen, dass es so ist wie es ist. Sie integrieren einfach den hohen Anteil an Stress und betrachten ihn als einen Partner, der dazu gehört. Kurzfristig ist das die effizienteste Methode, die ebenfalls wissenschaftlich überprüft ist. Gehen Sie dazu mindestens dreimal die Woche in den Wald/in die Natur und schalten Sie in den Wahrnehmungsmodus. Sie wissen schon. Achtsam sein. Bewusst riechen, spüren und horchen. Das vermindert das Denken.

Haben Sie Stress der „Kategorie DREI“, dann sind neben der Heftigkeit auch chronische Aspekte dabei, die bereits über einen längeren Zeitraum auf Sie einwirken. Hier gilt es proaktiv zu handeln. Unterscheiden sie zuerst, wer oder was Ihnen Stress macht und setzen Sie ganz klare Grenzen. Ziehen Sie einen Strich zwischen der äußeren Belastung und machen Sie das für ihre Gesundheit, für Ihre Kinder, für Ihre Beziehung. Handeln Sie. Hier hilft weder Atmen noch Akzeptanz.

Wie können sie die drei Kategorien erkennen?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen haben den Stresslevel bei 9, weil sie ganz genau gefragt werden, warum sie die Party verschoben haben. Das verletzt ihre Privatsphäre und versetzt sie in die Lage, als wären sie eine Zielscheibe für die anderen Gäste.

Als Richtwert gehen Sie von einem schrecklichen Ereignis aus, das Sie und Ihre Liebsten persönlich betreffen würde und geben Sie diesem hypothetischem Ereignis die Zahl 10. Das kann zum Beispiel ein Autounfall mit Totalschaden und verletztem Kind in der Notaufnahme sein. Das ist maximaler Stress.

Dann vergleichen Sie Ihr Stresserlebnis und geben ihm eine Zahl zwischen 1 und 10.

1-3 ist Kategorie EINS,
4-7 ist Kategorie ZWEI und
8-10 ist Kategorie DREI.

Wenn Sie in der Früh zu spät dran sind, Sie eine wichtige Präsentation haben und wegen dem Stau zu spät kommen, dann ist das je nach Arbeitgeber und Häufigkeit eine Kategorie EINS, oder auch Kategorie ZWEI.

HIER NOCH EINMAL DIE ZUSAMMENFASSUNG:
Stress Kategorie EINS: atmen, an was Schönes denken und Arme dehnen.
Stress Kategorie ZWEI: Teile des Stresses akzeptieren und ab in die Natur
Stress Kategorie DREI: proaktive Grenzen setzen. Die Menschen in die Schranken weisen, oder eine Tätigkeit sofort ändern

About the Author

DI Robert Pap, Mentalcoach und Raumdesigner. Gründer von Freiräumen.com mit dem Schwerpunkt Stressmanagement

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