März 16

Nach dem Corona-Virus wird vieles anders sein

0  comments

Nach dem Corona-Virus wird vieles anders sein

Ein Hoffnungsschimmer von Robert Pap

Ab heute ist alles anders. Eine noch nie dagewesene Einschränkung des öffentlichen Lebens seit dem zweiten Weltkrieg bestimmt ab heute unser Leben. Daraus entstehen viele überraschende Dinge. Es zeigt, wie schnell ein Gesetz beschlossen werden kann, wenn die Dringlichkeit erkannt wird. Ich war erstaunt und überrascht zugleich, mit welcher Einheit im Nationalrat und Bundesrat abgestimmt wurde.

Die Natur erholt sich in einer Geschwindigkeit, dass einem schwindlig wird. Norditalien ist mit seiner reichen Wirtschaftsmetropole Lombardei einer der stärksten Stickoxid-Produzenten. Dort steht seit einigen Wochen alles still und die Luftqualität verbessert sich signifikant wie ein Video der ESA zeigt. Ähnliches ist ja in China passiert.

 https://youtu.be/ARpxtAKsORw

In Triest fahren keine Schiffe mehr und die Delphine schwimmen wieder bis in den Hafen hinein.

Quelle: https://www.facebook.com/LignanoJournal/videos/518182488754170/

Hören Sie sich den aufgeregten Italiener an, wie er sich freut. “Bravo doppo! Bravo dopolone”. Da wird in den nächsten Wochen noch sehr viel mehr Unglaubliches passieren. 

Eine Solidaritätswelle in vielen Branchen aber auch unter den Menschen rollt durch alle Länder. Menschen singen von ihren Balkonen, Menschen helfen einander, wo früher Desinteresse und Neid vorherrschte. Künstler wie Michael Niavarani reden genau darüber und kündigen für heute Montag eine Überraschung an. 

Quelle: https://www.facebook.com/31126468015/videos/620690678497658/?v=620690678497658

Der ORF liefert immer am Vormittag eine spezielle Sendung für Kinder, die das Virus Phänomen verständlich erklären soll. 

Menschen bieten über Skype Hilfe an, um die Einsamkeit anderer Menschen in den eigenen vier Wänden zu überwinden. Sie lesen Gedichte vor, geben Trommelunterricht und tauschen sich aus. 

Ich bin mal gespannt, ob das Internet die Härteprobe besteht, wenn so viel Menschen auf ihren Mobilgeräten untertags alle auf einmal online sind. Wir werden sehen, ob das die Kommunikation beeinträchtigen wird.

Wieder Mensch sein

Wir haben die Chance, uns wieder von unserer menschlichen Seite zu zeigen, so zu agieren, was uns so besonders macht: Empathisch mit jenen per Telefon Kontakt aufnehmen, die uns am Herzen liegen und mal nachfragen, wie es ihnen geht. 

Ja, über die Corona-Krise reden, aber auch Zuversicht und Mut verbreiten, anstatt zu jammern und anderen Menschen oder Ereignissen die Schuld zuzuweisen. 

Gestern bin ich über ein Lied gestolpert, das ich schon seit Jahren nicht mehr gehört habe. Unsere fünf Monate alte Tochter war grad recht quengelig in der Tragehilfe und das obwohl sie satt war, gewickelt wurde und gerade geschlafen hatte. 

Also ließ ich mich voll auf das Lied ein und bewegte mich langsam im Rhythmus. Ich konzentrierte mich zuerst auf das Klavier, dann auf das Schlagzeug und zuletzt nur auf den Bass. Ich war voll in der Musik und in der Bewegung drinnen und im Augenblick beruhigte sich meine Tochter und war für die Dauer des Liedes mucksmäuschenstill. 

Das war mein Lied.  Eine Schallplatte mit dem Lied wurde zur Zeit der Apartheid von einem Anwalt auf die Gefängnisinsel Robben Island geschmuggelt und dort über die zentrale Lautsprecheranlage abgespielt. Das Stück soll bei den politischen Gefangenen, darunter Nelson Mandela, Zuspruch und Hoffnung ausgelöst haben. Es wurde live improvisiert, niemals zuvor geprobt und sofort aufgenommen.

Nehmen Sie irgendein Lied, das Ihnen gefällt. Probieren Sie es aus. 

Jetzt geht es um ein Gefühl, in einer Gesellschaft, getragen zu werden und eingebunden zu sein. Mit viel Kreativität schaffen wir es, diese herausfordernden Zeiten zu überstehen. 

Ein Phänomen ist zu bemerken: 

Anstatt verzweifelt zu sein, weil der Monatsumsatz nicht erreicht werden kann, sehe ich Verständnis bei den UnternehmerInnen aus vielen Branchen.

Solidarität und Zusammenhalt, Nachbarschaftshilfe und Rückzug auf das Wesentliche ist nun angesagt. 

Wer hat keine elendslange ToDo Liste? Jetzt ist die Zeit, endlich einmal die drei Bücher fertig zu lesen, Ordnung in der Abstellkammer und im Keller zu machen und sich von einigen Sachen zu verabschieden. 

Ich möchte aber auch klar sagen,

dass auf einige von uns eine sehr ungewöhnliche Zeit zukommen wird. 

Wir sind darauf getrimmt, etwas zu tun. Und nun sollen wir einfach nur zu Hause bleiben und nichts tun. Es ist kaum zu glauben, aber

es ist schon sehr viel Unheil durch NICHTSTUN verhindert worden.

Informieren ist das eine, das viel Wichtigere ist es, Ruhe zu bewahren. Doch wie sieht die genaue Umsetzung aus?

Die Jüngeren kümmern sich um die Alten, die Menschen finden per Internet zusammen. Im Miteinander gibt es ein paar einfache Regeln zu beachten, die ich noch genauer ausführen werde.

Endlich rücken die Experten aus Wissenschaft, Medizin, Technik, Politik, Psychologie und Administration zusammen. Politisches Kleingeld – das Anschwärzen des anderen Lagers – ist gerade nicht gefragt und wird auch nicht gemacht. Es ist wirklich erstaunlich WIE sehr sich die Menschen anders verhalten.

Es kann also sein, dass das Virus dazu führt, dass wir ein ganz anderes Miteinander nach der Krise erleben werden.

Es wird uns gerade Zeit geschenkt. Nutzen wir sie in voller Gelassenheit. Ich fühle mich mit diesen Gedanken sehr leicht und bin noch mehr im Hier und Jetzt. Die Zeit steht diese Woche einmal still. Es ist irgendwie magisch.

Und wenn Sie zwei kleine Kinder und keine Kinderbetreuung haben, dann wird das eine extrem herausfordernde Zeit für Sie. Doch danach werden Ihnen Ihre beiden Kinder gar nicht mehr als Belastung vorkommen. 

Wie lange dauert es denn nun, bis wir wieder ein normales Alltagsleben haben werden? Experten rechnen mit acht Wochen, bis es zum Höhepunkt der Ausbreitung in Europa kommt. Das ist eine sehr lange Zeit. Es ist also erst der Anfang. Heute Montag ist Tag eins. 

Ich bin dankbar, diesen Moment miterleben zu dürfen. Die Corona Quarantäne wirft uns auf uns selbst zurück. Das ist gut so, denn so wachsen wir über uns hinaus. Corona wird uns verändern, da bin ich mir sicher. Nach diesen Wochen und Monaten wird nichts mehr so sein wie früher.

Machen wir etwas draus.

Ich biete ab sofort einmal am Tag ein gratis Skype/WhatApp-Coaching für 30min an und stelle meine Expertise als Mentalcoach und meine eigenen Erfahrungen aus der unfreiwilligen und monatelangen Zeit des Nichtstuns nach meinem Augenunfall zur Verfügung. Einfach ein Mail an abundzu@freiraeumen.com  mit dem Kennwort: 

"Was tun in der Corontäne?"


Tags


You may also like

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Subscribe to our newsletter now!

>