Juni 15

Was Anthropologen und Bewusstseinsforscher gemeinsam haben

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Was Anthropologen und Bewusstseinsforscher gemeinsam haben und wie Ihnen diese Erkenntnis bei der Arbeit hilft

Ist Ihnen im Weiterbildungsangebot schon einmal aufgefallen, wie unterschiedlich die Ansätze zum Thema mentale Stärke sind? Da gibt es  wissenschaftlich und ISO-zertifizierte Lehrgänge, die mit langjährig erprobten, aber gängigen Methoden wie NLP, Speedlearning uvm., das Gehirn trainieren.

Und dann gibt es die individuellen und manchmal leicht esoterischen Ansätze, die

völlig losgelöst und auf persönlichen Annahmen und Vorurteilen aufbauen. Meist fehlen diesen Anbietern die notwenigen Instrumentarien und die jahrelange Ausbildung.

Anthropologen, die fremde Kulturen systematisch und objektiv beobachten, lernen ihr Vorgehen an einer universitären Fakultät. Nach jahrelangen Testreihen, Übungen und objektiven Beobachtungen, können sie eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen herstellen und auf Dinge hinweisen, die dem Laien verborgen bleiben.

Eine Disziplin, die den Geist in dieser langjährigen Akribie untersucht, gibt es in unserer Kultur nicht.

In meinem VIDEO zum Thema Teilpersönlichkeiten habe ich das Phänomen des nicht vorhandenen Zentrums in uns erwähnt.

Die Wissenschaft tut sich jedoch schwer, den Geheimnissen unseres Geistes auf die Spur zu kommen, da ihr dafür die geeigneten Instrumente fehlen.

Wer kann schon aus dem Stegreif den Unterschied zwischen Geist und Gehirn erklären. Viele Fachleute verwenden diese beiden Begriffe in einem Atemzug und unterscheiden überhaupt nicht.

Das Gehirn ist ein physisches Netzwerk aus biochemischen Stoffen, Synapsen und Nervenzellen. Der Geist ist die Essenz von langjährigen Erfahrungen, die sich aus subjektiven Erlebnissen wie körperliches Glücksgefühl, Schmerz, Liebe, Wut und Freude zusammensetzt. Die Gehirnforschung geht davon aus, dass aus dem Gehirn irgendwie der Geist produziert wird, doch gibt es bislang keine plausible Erklärung dafür, wie das genau passiert.

Zwei Erkenntnisse können sich nun für Ihre Arbeit nun daraus ergeben: Da es in unserer westlichen modernen Betrachtungsweise keine schlüssigen Erklärungen für eine unmittelbare Beobachtung unseres Geistes gibt, lehnen Sie einen weiteren Diskurs ab, weil alles was nicht wissenschaftlich belegbar ist, für Sie nicht relevant ist. Die zweite Erkenntnis könnte sein, dass Neugierde entsteht.

Vielleicht fragen Sie sich, welche Methoden denn Kulturen vor unserer Zeit verwendet haben, um dem Mysterium Geist auf die Schliche zu kommen. Tatsächlich haben sich Menschen in der antiken Welt dafür viel mehr Zeit genommen. Das reine philosophieren reichte jedoch nicht aus. Es waren die eigenen Erfahrungen die zählten. Jene Erkenntnisse, die in der täglichen Praxis beim Meditieren und atmen gemacht wurden. Es ging darum, körperliche Reaktionen in Bezug zu geistigen Empfindungen regelmäßig und halbwegs objektiv wahrzunehmen und diese systematisch in ein Grundmuster zum eigenen Handeln zu setzen.

In der heutigen Zeit nennen wir es im Arbeitsalltag Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeitstraining und Mindful Awareness. Wie wichtig das innerhalb eines Unternehmens ist, konnten wir 2008 erleben, als die Coachingbranche mit ihren vielen Softskills zusammenbrach. Mit einem mal wurde den Zahlen, den harten Fakten die volle Bedeutung zugestanden und die Softskills waren uninteressant. Dafür gab es mit einem auf den anderen Tag kein Geld mehr.

Mittlerweile hat sich der Markt wieder erholt und auch ich konnte in einem großen Unternehmen ein Mentaltraining mit begleitender Online Videounterstützung vorstellen, das sehr großen Anklang fand.


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