April 5

Es braucht immunisierte Menschen. Aber nicht gegen das Virus.

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Es braucht immunisierte Menschen. Aber nicht gegen das Virus.

Es ist 5:40. Während ich die freigeräumten Gedanken schreibe, habe ich schon einiges mit unserer Tochter erlebt. Sie ist seit 4:40 wach, hat in der zweiten Nachhälfte sehr schlecht geschlafen und holt das jetzt in der Trage nach.

Ich höre den Song I have dreamed,  vom Christian-McBride-Trio, denke kurz nach, was ich heute geträumt habe und erhalte einen Moment des Abstands zu unser derzeitigen Situation rund um Corona.

Und da ist auch schon das Schlüsselwort dazu:

Strategische Vision

Gestern erlaubte ich mir, drei Stunden lang eine Strategie für meine Arbeit zu entwerfen und staunte nicht schlecht, wieviel Arbeit ich mir schon wieder aufhalse. Ich hatte auch Zeit, mir ein Webinar eines ehemaligen Spitzensportlers anzusehen, der meinte, es sei so wichtig in diesen Zeiten, konkrete Ziele zu haben, denn sie seien der Treibstoff des Erfolgs. Am besten gleich 50 Ziele formulieren. Auch wenn man dann nur zwei davon erreicht, so hat man.....


Ja was eigentlich? Was hat man dann? Treibstoff, um ja nicht stehen bleiben zu müssen. Spitzensport eben. Ja nicht stehenbleiben. Doch gerade jetzt ist die Zeit, um innezuhalten und zu lauschen.

Strategische Visionen sind Grundsatzfragen, die rein gar nichts mit Zielen zu tun haben. Visionen entschleunigen, Ziele setzen beschleunigen. 

Ich fühlte mich also gar nicht angesprochen, weil ich eine ganz andere Sichtweise zu Zielen habe. 


"Aber wenn du keine Ziele hast, kannst du doch nicht erfolgreich sein?"

Das ist eines der großen Missverständnisse in der jetzigen Zeit und wird durch die Krise ganz deutlich sichtbar. Ziele setzen versetzt uns in einen ständigen Zustand des Mangels, denn ab dem Zeitpunkt der Zielsetzung bis zur terminierten Ziellinie hat unser Körpersystem Stress.


Jetzt kommt bei Ihnen vielleicht ein Gedanke auf, dass es besser wäre, sich im Hier und Jetzt einzufinden, um daraus sein Glück zu schmieden. Doch auch über diesen Unsinn habe ich bereits geschrieben. 


Unser ganze Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten danach ausgerichtet, sich etwas zu gönnen, Dinge zu kaufen. Dafür haben wir gearbeitet, um uns für einen kurzen Augenblick glücklich zu fühlen.

Wenn dieses Gefühl nachgelassen hat, haben wir wieder etwas gekauft. Konnten wir es uns nicht leisten, arbeiteten wir weiter und sparten so lange, bis wir es uns kaufen konnten.

Doch im Moment steht das bekannte System Kopf und viele Menschen können es gar nicht erwarten, wieder in den gewohnten "Normalzustand" zu kommen. Doch der wird nicht so schnell kommen. 


Diese Epoche des "Sich-etwas-gönnen" wird nun durch eine neue Ära abgelöst: 

"Wer will ich sein?" 

Das Leben hat eine Notbremsung ausgelöst und Sie bekommen die Chance, nach innen zu gehen, um zu überlegen, was für Sie im Leben wichtig ist.


Um diese Frage zu beantworten, braucht es unter normalen Umständen eine Bereitschaft, sich auf eine Reise der Selbstfindung einzulassen. Doch die meisten Menschen haben sich in der Vergangenheit abgelenkt; mit Serien schauen, Konsum oder Alkohol. Und viele tun das aus Gewohnheit noch immer so.

Die Zeit, die wir gerade erleben ist etwas Besonderes. In ihr wohnt der Funke einer ganz neuen Gesellschaftsform.

Nur wer wird diese neue Gesellschaft formen? 

Dazu braucht es Menschen, die die Fähigkeit haben, aus einem kollektiven Verhalten aussteigen zu können. Konkret braucht es Menschen, die gegen die aufkommende Panik, Unmut und Sorge immun sind.

Menschen, die die Fähigkeit haben, in sich hinein zu hören und unterscheiden können, welche Informationen hilfreich sind und welche nicht.

Menschen, die nicht mit der Herde mitlaufen, sondern die Chance in dieser Krise sehen und trotz aller Umstände durchstarten wollen.

Menschen, die verstanden haben, dass die Veränderung bei einem selbst startet und die die Schuld niemals bei anderen Menschen suchen.

Fühlen Sie sich angesprochen? Gibt es da noch etwas zu tun? Dann melden Sie sich bei mir.

Vielleicht sind Sie jemand, der aus der Krise etwas machen will und eine step-by-step Anleitung braucht, um aus dem eigenen Gedanken-Wirr-Warr möglichst rasch herauszukommen.

Vielleicht sind Sie auch jemand, der diese neue Gesellschaft mitgestalten will, Sie aber noch nicht genau wissen, wie Sie das anstellen sollen. 


Ich freue mich jedenfalls auf Ihr Schreiben.


Robert Pap

abundzu@freiraeumen.com





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